Winter im LKW: „Da bin ich leuchtgelb von Zeh bis Kopf“

von | 18. Nov. 2021

Der Winter ist da! Die Tage sind kürzer und die Luft kälter – aber alles kein Problem für LKW-Fahrerin Helga. Sie ist schließlich immer gut vorbereitet. Hier gibt sie uns einen Einblick, was der Winter für sie als Truckerin bedeutet.

Helga Dröscher ist ein echter Winter-Profi. Kein Wunder, ist die Unermüdliche doch ungewöhnliche Touren durch alle möglichen Ecken der Welt gewohnt. Da liegt es nahe, dass sie sich gut mit Eis und Schnee auskennt: „Ich stelle mein Auto eigentlich immer auf winterliche Bedingungen ein. Ich fahr ja oft nach Norwegen. Da oben kann es schon schwierig werden.“

Auch in ihrer österreichischen Heimat kann sich der Winter deutlich bemerkbar machen. Gerade in den Bergen muss man da besonders vorsichtig sein: „Die Winter in Österreich sind ja etwas schwieriger als beispielsweise in Deutschland“, berichtet sie.

Grundsätzlich gilt im Winter aber überall: Mehr Vorsicht ist geboten. Schließlich ist die Sicht im Dunkeln schlechter, Schneefall kann das Blickfeld beeinträchtigen und die Straßen können mitunter sehr glatt geraten. Um die Unfallgefahr zu minimieren sollte man daher immer mit ordentlich Voraussicht fahren – und für den Notfall gewappnet sein.

Helgas Winter-Vorbereitung

Helga führt grundsätzlich Schneeketten mit sich (was in Österreich für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen zwischen dem 01. November und 15. April aber auch Pflicht ist): „Die Schneeketten habe ich natürlich dabei. Spikereifen sind bei uns verboten“, berichtet die Truckerin. Winterreifen sind natürlich auch Pflicht.

Ebenfalls immer dabei: Die richtige Kleidung. Schließlich ist man als LKW-Fahrerin auch immer wieder draußen unterwegs, etwa zum Be- und Entladen. Da ist allerdings dann nicht nur die Kälte ein Faktor, den es zu beachten gilt – sondern auch Nässe und Dunkelheit: „Die warme Kleidung hab ich sowieso dabei. Aber ich nehme auf alle Fälle richtig gute Gummikleidung mit. Die ist nicht für die Wärme, sondern wasserabweisend. Dann bin ich leuchtgelb von Zeh bis Kopf“, betont Helga. Sehen und gesehen werden – ein wichtiger Aspekt. Gerade wenn man sich auf Höfen befindet, wo viel rangiert wird.

Die Dunkelheit macht sich aber auch beim Fahren selbst bemerkbar. Wenn sie nur am geradeaus fahren ist, geht es noch, meint Helga. Schwieriger wird es dann eben, wenn es ans rangieren geht: „Wenn du rückwärts fahren musst, da musst du immer drei Mal aussteigen und schauen“, erzählt Helga: „Ich hab auch schwierige Baustellen. Auf einer hell beleuchteten Rampe ist mir das egal, ob es hell oder finster ist. Aber das hab ich ja nicht, ich hab oft unwegsames Gelände. Ich schau da sogar mit der Taschenlampe.“

Kein Wunder also, dass die Taschenlampe zu Helgas Grundausrüstung für den Winter zählt, ebenso wie die Kleidung. Und wer Helga kennt, weiß: Das ist noch nicht alles. Denn Helga ist immer auf alles vorbereitet: „Natürlich muss ich auch immer bereit sein, falls ich ein paar Tage eingeschneit werde. Ich bin immer gut ausgerüstet, aber im Winter noch besser.“

Was Helga grundsätzlich immer dabei hat, erfahrt ihr hier.

Seid ihr auch regelmäßig im Winter auf Tour? Wie sind eure Erfahrungen, worauf sollte man achten? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Helga Dröscher | Adobe Stock Zakhar Marunov

Habt ihr Probleme mit der frühen Dunkelheit im Winter?

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