Was wäre ohne … Stadtbusse?

von | 31. Dez. 2019

In unserer neuen Reihe „Was wäre ohne …?“ beleuchten wir verschiedene Arten von Fahrzeugen, die wir im Alltag wohl ziemlich vermissen würden, wenn es sie nicht gäbe. Heute betrachten wir den innerstädtischen Nahverkehr ein wenig genauer.

Endlich ist es so weit: Seit gut drei Monaten freuen sich Bernd und Richard auf diesen Tag. Schon damals, als sie die Tickets gekauft hatten, war die Hoffnung groß, dass ihr Verein es in das große Finale schaffen würde. Und tatsächlich: Heute fahren sie, zusammen mit tausenden anderen Fans, wortwörtlich nach Berlin.

Beschwerliche Wege

Angekommen in der Hauptstadt stellt sich nun natürlich die Frage: Wie soll es zum Stadion gehen? Schon lange gibt es keine Busse mehr in Berlin – dementsprechend früh reisten die beiden auch an, um noch rechtzeitig zum Anpfiff im Olympiastadion anzukommen. 

Die Bahn wäre natürlich eine Option. Doch seit keine Busse mehr fahren, ist die bei Fußballspielen sowieso schon unangenehme Bahnfahrt wirklich zur Farce geworden. Schließlich wollen nicht nur die Fans den städtischen Zugverkehr nutzen, nein. Am Wochenende ist die Bahn sowieso komplett voll – und sich da jetzt im allgemeinen Trubel auch noch hinein zu quetschen, würde dem Tag wirklich eine unangenehme Note verpassen.

Die reinste Odyssee

Bliebe noch das Taxi – das setzt einen immerhin direkt vor dem Stadion ab, denken sich Bernd und Richard. Also rein in den Wagen – die Autofahrt sollte ja nicht allzu lange dauern. Eine knappe Viertelstunde zwischen Bahnhof und Stadion, das sollte im Normalfall zu machen sein.

Drei Stunden später sind die beiden immer noch nicht am Stadion angekommen. Nur wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt hat sich ihr Taxi in den üblichen Stau eingeordnet. Und je näher sie dem Ort des Finales kommen, desto enger werden die Straßen. Kein Wunder: Ein klassischer Stadtbus hat etwa 70 Stehplätze, dazu kommen 20 bis 40 Sitzplätze. Rund 1.400 Busse sind täglich in Berlin unterwegs und transportieren auf mehr als 150 Taglinien Reisegäste durch die Stadt.

Doch seit die Busse alle weg sind, ist ein guter Teil der Menschen wieder auf das eigene Auto umgestiegen. Das macht sich nun in einer extrem langen Schlange zwischen Stadion und Hauptbahnhof bemerkbar: Die Straßen sind verstopft, die Bahnen auch. Nur gerade so schaffen es Bernd und Richard noch zum Anstoß. So richtig genießen können sie das Spiel aber nicht – schon jetzt fürchten sie das Chaos bei der Rückfahrt. Vielleicht gehen sie einfach zu Fuß.

Im Alltag unterschätzt man schnell, wie sehr die städtischen Busse die Straßen der Städte entlasten. Gemeinsam mit der Bahn und anderen Fortbewegungsmitteln sorgen sie dafür, dass der Verkehr sich einigermaßen gleichmäßig verteilt.

Wie oft nehmt Ihr den Bus? Würdet Ihr ihn im Alltag vermissen? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Adobe Stock: Pavel Losevsky 

Nutzt Du regelmäßig den öffentlichen Bus?

Mirko

Mirko

Motto: »Erst die Bundesliga und dann alles andere!«

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