Unterwegs mit Markus

von | 16. Mai. 2019

Gerade gestern ist das Interview-Video mit Markus online gegangen und ich kann Euch nur empfehlen, klickt einfach mal vorbei und erfahrt mehr über unseren unermüdlichen Markus.

Ganz viel Herzblut und unendliche Leidenschaft, das verbindet Markus mit seinem Beruf als Fernfahrer und genau deshalb spürt man geradezu, dass Markus nicht nur unermüdlich auf den Straßen unterwegs ist, sondern ein regelrechter Energieaustausch zwischen ihm und seinem Job stattfindet. Als würden die Reifen seines LKW ihn durch die Rotationsenergie elektrisch aufladen – wie bei einem Dynamo am Fahrrad. Ich muss zugeben, dass er ganz schön ansteckend ist mit all der positiven Energie, die er transportiert.

Wer sich das Interview-Video mit Markus schon angesehen hat, der weiß bereits, dass er für seine Firma überwiegend Motorräder transportiert. Die wertvolle, zweirädrige Fracht wird mal unverpackt oder verpackt transportiert. Für einen sicheren Transport wurden von SKS exklusive Motorradtransportgestelle entwickelt, in denen die Motorräder auf der Ladefläche des LKWs von A nach B transportiert werden.

Zuerst geht es von Mogendorf nach Ingoldstadt

Auch gestern, heute und morgen rollt Markus wieder über Land und Straßen seinen Zielen entgegen. Zuerst geht es nach Ingolstadt! Die bayrische Großstadt an der Donau, aus der der Audi stammt. Am Mittwoch-Morgen (14.05.2019) ging es für Markus direkt um 02:00 Uhr in Mogendorf (Rheinland-Pfalz) los. Da sind mir schon die Augen aus dem Kopf gefallen, denn um die Zeit wäre ich definitiv nicht wach und schon gar nicht hellwach. Ich bin eher so der „Langschläfer“ und rolle mich frühestens um 06:00 Uhr aus dem Bett – halb schlafend wohlgemerkt. Da ziehe ich schon meinen Hut vor Markus und all den anderen Trucker und Frühaufstehern dort draußen!

Nachdem Markus die knapp 420 km bis Ingolstadt zurückgelegt hat, fährt er drei verschiedene Abladestellen mit unterschiedlichen Kunden an. Direkt danach geht es für ihn 80 Kilometer weiter nach Landshut und zu guter Letzt macht sich Markus dann auf den Weg zu KTM Munderfing/Österreich, wo er KTM-Neufahrzeuge für das SKS-Lager in Mogendorf lädt. Am Donnerstagabend (16.05.2019) oder Freitagmorgen (17.05.2019), je nach Verkehrslage, wird Markus von der Tour zurück sein. Eine ganz schöne Strecke!

Immer auf den Verkehr konzentriert

Bei all der Fahrerei muss Markus natürlich immer hoch konzentriert sein, um weder sich noch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Sobald er merkt, dass er auch nur einen kleinen Hauch von Müdigkeit empfindet, legt er direkt einen Stopp ein und schläft ggf. ein Stündchen. Auf unserem Blog gibt es bereits einen kleinen Artikel, in dem wir berichten, wie Ihr Euch unterwegs wachhaltet und konzentriert bleibt. Das Beste ist aber immer noch, auf die Signale Eures Körpers zu hören und ihm eine Pause zu gönnen, wenn er sie braucht.

Das Parkplatzproblem ist allgegenwärtig

Und was ist, wenn es Zeit für eine Pause ist aber weit und breit gibt es keinen freien Parkplatz? Jeder LKW-Fahrer kennt das Problem. Auch Markus bleibt von dem leidigen Thema nicht unverschont. Besonders nach 17:00 Uhr sind auf den Rastplätzen gerne einmal alle Parkplätze belegt. Zum Glück fährt Markus größtenteils dieselben Kunden an – man kennt sich also. Dort darf er sich nach Rücksprache dann meistens auf dem Firmengelände abstellen, um dort zu übernachten, häufig darf er auch die Sozialräume nutzen. Sogar selbst dann, wenn er dort gerade nicht einmal be- oder entladen hat. Das finde ich super und bin der Meinung, dass sich hier auch andere Firmen eine Scheibe abschneiden können!

In den Pausen schreibt er am „Markus-Evangelium“

Meiner Frage, was er so in den Pausen macht, begegnet er mit Witz. Er schreibt die Bibel neu – das „Markus-Evangelium“. Haha, ein bisschen Spaß muss sein! Bevor es aber wirklich an die Pause geht, wird erst einmal der Papierkram erledigt (Ladelisten bearbeiten, Spesenzettel etc.). Dann geht er essen und duschen, wenn möglich sogar baden und wenn im Anschluss noch Zeit ist, widmet er sich seiner großen Leidenschaft und schaut sich Videos von US-Trucks an. Meistens ist dafür aber wenig Zeit und das Bett ruft, denn in neun Stunden geht es schon wieder weiter. Das Wichtigste ist für ihn aber das Telefonat mit seiner lieben Frau Kerstin, erst dann kann er beruhigt die Augen schließen und den wichtigen Schlaf für die Weiterfahrt tanken.

Die Welt kann nicht groß genug sein

Wenn man so viel unterwegs ist, vermisst man sicher auch mal sein zu Hause und bekommt ein wenig Heimweh. Gerade wenn die Familie und die Freunde viele Kilometer entfernt sind. So würde es mir zumindest gehen. Ganz allein unterwegs zu sein wäre vermutlich nichts für mich – ich hätte mindestens meine Hunde mit an Bord. Markus ist da ganz anders, eben der geborene Trucker. Er hatte in seinem Leben noch nie Heimweh, denn schon als Kind war die Welt nicht groß genug für ihn und er hat eifrig der nächsten Tour mit seinem Vater entgegengefiebert. Unterwegs begegnet er immer wieder anderen Gesichtern.

Das Risiko ausgeraubt zu werden

Ich habe mich auch gefragt, ob man als LKW-Fahrer nicht Angst hat, einmal ausgeraubt zu werden. Immer wieder hört man von organisierten, kriminellen Banden die Planen der LKWs aufschlitzen und während der Fahrt auf die Ladefläche klettern und sich bedienen. Besonders die Nachtruhe auf den Rastplätzen kann riskant werden, denn nur wenige sind umzäunt oder bewacht. Auch Markus kommt manchmal der Gedanke überfallen und ausgeraubt zu werden, sowohl im In- als auch im Ausland. In 23 Jahren blieb es bei ihm bisher bei zwei Diebstählen. Ihm wurden dabei Handy, Bargeld und Papiere aus dem Fahrerhaus geklaut, in dem er aber zum Glück nicht anwesend war. Für ihn ist das eines der vielen Risiken, die man als LKW-Fahrer eingehen muss, um seinen Job zu machen.

Am schönsten ist es wahrscheinlich doch zu Hause

Markus freut sich natürlich, wenn er sein Ziel ohne größere Verzögerungen und ohne Unfall erreicht hat. Am aller meisten freut er sich trotz all der Freiheitsliebe dann aber doch auf sein Zuhause und seine Frau. Zu Hause schmeckt es immer am besten!

Und was braucht man unterwegs als Fernfahrer unbedingt? Ganz wichtig ist wohl das Essen und das Trinken, denn man weiß ja nie, wo die Tour endet. Außerdem wichtig ist eine große Portion Optimismus und Coolness. Wenn ihr mich fragt, dann hat Markus wohl immer das Richtige dabei!

Was sollte Eurer Meinung nach, ein guter Fernfahrer immer dabei haben? Schreibt es uns in die Kommentare!

Fotonachweis: © Markus Trojak

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Carmen

Carmen

Von Kindesbeinen an mit allem verbunden, was rollt.

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1 Kommentar

  1. sehr schöner Artikel, toll geschrieben 👍🙂

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