Frauen in der LKW-Branche

von | 2. Mrz. 2020

Am 8. März findet der Internationale Frauentag statt. Grund genug, auch in der Welt des Lieferverkehrs genauer hinzuschauen: Wie geht es uns Fahrerinnen im Arbeitsalltag eigentlich?

Ein Blick zurück

Eine knappe Woche ist es noch hin, dann findet der alljährliche Weltfrauentag statt. Ein Tag, der dazu dienen soll auf Ungleichheiten hinzuweisen – und das seit über 100 Jahren. Es ist verrückt, wenn man mal zurückschaut: Erst 1918, also sieben Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag, wird das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in das deutsche Gesetz aufgenommen. Im Jahr darauf konnten Frauen dann erstmals effektiv wählen und gewählt werden.

Springen wir ein kleines bisschen mehr als 100 Jahre nach vorne. Heute ist die Situation bedeutend besser als noch vor 60 Jahren – stellt Euch mal vor, damals mussten Frauen noch um die Erlaubnis ihres Mannes fragen, um arbeiten zu dürfen. Dennoch gibt es weltweit immer noch Länder und Situationen, in denen Frauen stark benachteiligt werden. Und auch in der Welt des Lieferverkehrs hat man es als Frau nicht unbedingt einfach.

Wie sieht es im Lieferverkehr aus?

Frauen und Fahrzeuge sind leider schon viel zu lange ein Gegenstand ständiger Witze und Belustigungen – Ihr wisst schon – „Frau am Steuer …“ – lassen wir das. Denn jeden Tag zeigen Frauen, dass sie den Alltag im klassischen Männerberuf „LKW-Fahrer“ ebenso gut bestreiten können wie die männlichen Kollegen. Schaut Euch zum Beispiel meine Unermüdlichen-Kollegin Helga an, die tagtäglich Kilometer um Kilometer abreißt.

Leider ist es aber immer noch so, dass der Frauenanteil im Berufskraftfahrerbereich sehr klein ist. Von gerade mal zwei Prozent spricht der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung – ein Umstand, der auch dem schwierigen Berufsumfeld geschuldet ist. Man hat als Frau immer noch mit eben jenen klassischen Vorurteilen zu kämpfen – und gerade Anfängerinnen haben daran manchmal zu knabbern. Außerdem gibt es viel Verbesserungsbedarf, beispielsweise in Sachen Sanitäranlagen. Es kann nicht so schwer sein, auch für Damen eine Dusche auf dem Rastplatz bereitzustellen.

Der BGL versucht, mehr Frauen für den Beruf der Kraftfahrerin zu begeistern und gleichzeitig das Berufsumfeld zu verbessern. Ich möchte versuchen, ihn dabei zu unterstützen. Denn für mich ist der Beruf „Fahrerin“ immer ein Traum gewesen, den ich jetzt jeden Tag genießen darf. Wer ebenfalls einen Beruf sucht, der Abwechslung verspricht und einen in der Welt herumbringt, sollte sich nicht von den Umständen eines klassischen „Männerberufs“ abhalten lassen.

Wo seht Ihr noch Probleme für Frauen in der LKW-Branche? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Adobe Stock: beeboys / goodluz

Würdet Ihr Frauen den Fahrerberuf empfehlen?

Christina

Christina

Als Prinzessin der Straße hat sie ihre 40-Tonner unter voller Kontrolle.

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2 Kommentare

  1. Klar,würde ich jeder Frau raten zu diesem Beruf. Bin auch eine die diesen Beruf liebt.

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    • Hallo Ramona, wir freuen uns sehr über Deinen Kommentar. Wir lieben diesen Job auch!

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