Endlich wieder Reisebus: „Das ist mein Lichtblick“

von | 2. Mai. 2022

Unser Unermüdlicher Mirko hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Touren mit dem Reisebus bestritten und scharrt schon mit den Hufen, endlich wieder auf Achse gehen zu können. Im Sommer steht für ihn direkt ein Highlight an.

Mit dem Linienbus durch die City, mit dem Mannschaftsbus zum Auswärtsspiel beim Fußball und Handball, oder sogar Touren mit dem Impfbus – nein, unser Unermüdlicher Mirko konnte sich in der Vergangenheit nie über zu wenig Arbeit beschweren.

Doch eines seiner liebsten Steckenpferde, die Reisebus-Touren kreuz und quer durch Europa, kamen in den letzten zwei Jahren – logischerweise – etwas ins Stocken.

Kein Wunder also, dass Mirko es nun kaum erwarten kann, sich hinters Steuer zu klemmen und auf große Fahrt zu gehen: „Im Reiseverkehr geht es langsam wieder los“, freut sich der Busfahrer.

Sobald die aktuelle Zweitligasaison für den Mannschaftsbusfahrer beendet ist, gibt es ein paar Tage frei und dann soll es Ende Mai losgehen: Norditalien lautet das Ziel der kommenden Tour.

„Das ist mein aktueller Lichtblick“, betont Mirko. Auf der Tour kann er sich außerdem auf Unterstützung einstellen, wie er berichtet: „Wir setzen darauf, dass die Leute im Bus zu uns einsteigen und gleich von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter vom Veranstalter begleitet werden“, erklärt Mirko.

Mit diesen Kollegen bildet er ein Tandem, das am Zielort auf ein Trio ausgeweitet wird: „Vor Ort kommt dann die italienische Reiseleiterin dazu. Die bleibt mit dem Betreuer und dem Busfahrer die ganze Zeit bei der Gruppe“, so Mirko: „Sie hat die touristische Arbeit bei sich, macht die Führungen durch die Städte und kümmert sich um alles, damit die Reise zum Event wird.“

Für den Busfahrer ist das eine echte Erleichterung. Denn auch, wenn Mirko sowieso nicht der Typ war, der den Stadtführer rausholte und die Leute zu Fuß von Wahrzeichen zu Wahrzeichen lotste, hatte er durchaus immer eine „Betreuer-Light“-Rolle inne, wenn er allein auf Tour war: „Es erleichtert vieles: Du brauchst in den Pausen keine Snacks selbst auszugeben, du brauchst keinen Kaffee zu kochen. Die beiden kümmern sich dann um das Kulturelle, Touristische und das Leibliche“, so Mirko.

Er kann sich damit voll aufs Fahren konzentrieren: „Das ist schon etwas entspannter. Das geht auch anders – zum Beispiel, wenn man sich immer nur an den Event-Orten mit den Reiseleitern trifft, die dann für ein paar Stunden das Touristische übernehmen.“

Von einem Urlaubscharakter will Mirko allerdings nicht sprechen. Zumindest nicht komplett: „Das ist zweigeteilt. Es ist natürlich völlig cool, wenn du in kurzer Hose und weißem Hemd, ohne Schlips durch Italien fahren kannst“, beschreibt Mirko: „Die Sonne scheint den ganzen Tag und du kannst deinen Gästen die Schönheiten Italiens zeigen. Das ist schon was ganz Anderes. Du nimmst das ja auf, du erlebst das ja im Prinzip genauso wie die Gäste.“

Allerdings ist man ja nun mal nicht nur am Gucken, sondern muss vor allem auf die Straße schauen, Zeitpläne einhalten und dafür sorgen, dass es allen gut geht: „Es ist auch anstrengend, weil du nun mal jeden Tag fahren musst. Egal, wie weit die Strecken oder wie lang die Tagesausflüge sind“, erklärt Mirko: „Und du musst dich halt vorbereiten.“ Routen wollen geplant, der Bus in Schuss gehalten werden. Und: „Du musst die Kühlschränke immer voll haben.“

Insgesamt sei es „schon Arbeit“, aber man könne es kaum mit einem regulären Job vergleichen: „Es ist schon ein geiles Feeling, wenn du weißt, du fährst zehn Tage nach Italien. Dann hoffst du auf gutes Wetter und gute Leute. Für die Gäste wie die Mitarbeiter ist das schon eine coole Sache.“

Als Fahrer hinter dem Reisebus-Steuer erlebt man nun mal – genau wie hinter dem LKW-Steuer – jede Menge spannende Geschichten und sieht tolle Orte. Auch für die Unermüdliche Helga ist das ein Grund, wieso sie ihren Job als Truckerin niemals aufgeben würde. Mehr zu ihrem Arbeitsalltag und Touren quer durch die Welt erfahrt ihr hier: So bereitet sich Helga auf ihre LKW-Strecken vor

Fotonachweis: © Adobe Stock Irina Fischer | Roman Rvachov

Welches Ziel würdet ihr gerne mal ansteuern?

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