Solar-Strom vom eigenen Dach – wäre das was für euch?

von | 21. Feb. 2022

In einer Zeit, in der Elektro-Mobilität immer präsenter wird, stellt sich auch die Frage nach der Energiegewinnung. Ein interessantes Konzept befasst sich dabei mit Solarenergie auf Trucks.

In den vergangenen Jahren sind Themen wie Klimawandel und Umweltschutz immer wichtiger geworden. Auch in Zukunft wird ein großer Fokus darauf gelegt werden, unsere Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten. Das gilt insbesondere auch für den Güterverkehr, der eine hohe Belastung der Umwelt darstellt.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Konzepte zum Thema „alternative Treibstoffe“, aber auch dazu, wie man ressourcenschonend unterwegs sein kann. Die Devise ist klar: Der LKW an sich soll klimafreundlicher werden.

Auch das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme befasst sich mit Themenkomplexen aus diesem Bereich – und arbeitet unter anderem gerade an einer Möglichkeit, Lastkraftwagen mit ihrer eigenen Solaranlage auf dem Dach auszurüsten.

Natürlich muss die Photovoltaik-Anlage auf einem LKW-Dach einige besondere Bedingungen erfüllen. Sie muss leicht sein, um nicht zu viel Zusatzgewicht zu verursachen, gleichzeitig aber großflächig angelegt werden, um ausreichend Strom zu produzieren.

Wie weit ist das System?

Tatsächlich hat die Idee die reine Konzeptphase schon verlassen: Seit Herbst 2021 ist ein 18-Tonnen-LKW, ausgestattet mit einer 3,5 Kilowatt Peak Photovoltaikanlage, im Freiburger Umland im Einsatz. Der selbst auf dem Dach erzeugte Strom wird direkt in das Bordnetz des Nutzfahrzeugs eingespeist, sodass er direkt wieder genutzt werden kann.

Das Gefährt wird regelmäßig geprüft, um herauszufinden, ob das System unter Realbedingungen so funktioniert, wie ursprünglich gedacht: Laut einer Pressmitteilung soll der direkt am Fahrzeug produzierte Solarstrom etwa 5 bis 10 Prozent des LKW-Energiebedarfs decken.

Bislang scheint das aufzugehen: „Durch die erfolgreiche Inbetriebnahme unseres Hochvolt-Photovoltaik-Systems haben wir unser Ziel erreicht, die Machbarkeit von Fahrzeugintegrierter Photovoltaik für schwere E-Nutzfahrzeuge zu demonstrieren. Die in den LKW integrierten Komponenten funktionieren wie erwartet“, sagt der Projektverantwortliche Christoph Kutter in einer Pressemitteilung (via Fraunhofer ISE)

Die Anlage bringt aber auch ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich. So können die entstehenden Spannungen von bis zu 400 Volt ein Sicherheitsrisiko darstellen, sollte es zu einem Unfall kommen. Deshalb hat das Institut eine Trennungsvorrichtung entwickelt – die kann die Stromverbindung innerhalb von Millisekunden kappen.

Noch mehr zum Thema Elektro-Mobilität erfahrt ihr hier!

Wie findet ihr das Projekt? Könnt ihr euch vorstellen, auf eurem LKW zumindest einen Teil des eigenen Stroms direkt selbst zu produzieren? Oder wünscht ihr euch andere Lösungen? Erzählt es uns in den Kommentaren und nehmt an unserer Umfrage teil!

Fotonachweis: © Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme | Adobe Stock ABCDstock

Wäre eine Solar-Anlage auf dem eigenen Dach was für euch?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.