Kommunikation über CB-Funk – ist es noch aktuell?

von | 18. Okt. 2021

Der CB-Funk war seit den 1970ern ein beliebtes Kommunikationsmittel für unterwegs. Allerdings wurde dies von Jahr zu Jahr immer weniger genutzt und durch die modernen Handys ersetzt. In diesem Beitrag setzen wir uns mit CB-Funk auseinander und schauen, wo und wie der „Bürger-Funk“ heute noch eingesetzt wird. Doch was ist CB-Funk überhaupt?

Was ist CB-Funk?

CB-Funk ist eine kostenlose Funkanwendung für die Kommunikation und digitale Datenübertragung. Der CB-Funk ist in Deutschland für jedermann zwischen 26,565 MHz und 27,405 MHz kostenlos zugänglich. Im europäischen Bereich liegt der Frequenzbereich zwischen 26,965 MHz bis 27,405 MHz.

Die Reichweite des Geräts hängt stark von der Sendeleistung der Antenne, des Standortes und des Wetters ab und kann bis zu ca. 60 Kilometer betragen.

Wie funktioniert der CB-Funk?

Nachdem der CB-Funk eingeschaltet wurde, findet eine Kontaktaufnahme durch einen allgemeinen Anruf (CQ-Ruf) an jedermann statt. Daraufhin sollte die Rauschsperre geöffnet werden, um die schwächeren Stationen nicht zu verpassen. Den eigenen Anruf erst beginnen, wenn der Kanal frei ist. Anschließend, nach jedem Durchgang mit der Gegenstation, sollte kurz einige Sekunden auf die Antwort anderer Stationen gewartet werden, damit auch andere Stationen eine Rückmeldung geben können.

Wer nutzt den CB-Funk?

Im Logistikbereich war der CB-Funk lange Zeit ein unersetzbares Kommunikationsmittel unter Berufskraftfahrern und Berufskraftfahrerinnen. Auch heute wird der CB-Funk insbesondere von Truckern im Fernverkehr genutzt, um sich mit Kollegen und Kolleginnen auf den Straßen über die Verkehrslage auszutauschen. Denn auf diese Weise können sich Personen, die unterwegs sind, aus erster Hand über Schlafplätze, Kontrollen, Staus und sonstige Anliegen rund um den Verkehr informieren.

Nicht selten wird der CB-Funk für berufliche und private Unterhaltungen genutzt, weil der CB-Funk im Gegensatz zum mobilen Handynetz die Kommunikation mit mehreren Teilnehmern ermöglicht. So können Trucker zum Beispiel den CB-Funk auch an den Ladestationen oder im eigenen Speditionsunternehmen zur Abstimmung mit Kollegen und Kolleginnen nutzen, ohne die Fahrkabine verlassen zu müssen.

Die Nutzungsmöglichkeiten des CB-Funks werden jedoch nicht nur auf BerufskraftfahrerInnen beschränkt: Als „Jedermann-Funk“ wird der Funkdienst grundsätzlich von Menschen genutzt, die privat über Funk Informationen austauschen wollen, ohne von kommerziellen Inhalten gestört zu werden.

CB-Funk als Alternative zu Smartphones

Auch im Zeitalter von sozialen Netzwerken und Smartphones bleibt der CB-Funk die schnellste Informations- und Kommunikationsquelle für unterwegs. Darüber hinaus ist der CB-Funk im Gegensatz zu Handys unabhängig von diversen Netz-, Strom- und Satellitenbetreibern und dazu noch kostenfrei nutzbar und hat somit viele Vorteile für diejenigen, die viel auf den Straßen unterwegs sind.

CB-Funker aufgepasst: Letztes Jahr änderten sich die Nutzungsbedingungen des CB-Funks. Seit dem 1. Juli 2020 dürfen die Mikrofone beim Fahren nicht mehr in der Hand gehalten werden. Somit ist die Nutzung des CB-Funks hinter dem Steuer der Nutzung des Handys gleichgesetzt.

Fotonachweis: © Adobe Stock Suriyan | Randy

Nutzt ihr den CB-Funk im Alltag?

26 Kommentare

  1. Der Frequenzbereich ist leicht falsch dargestellt !.

    Der dem CB-Funk zugeteilte Frequenzbereich liegt am oberen Ende der Kurzwelle und reicht in Deutschland von 26,565 MHz bis 27,405 MHz (80 Kanäle), europaweit von 26,965 MHz bis 27,405 MHz (40 Kanäle).

    Quelle Wikipedia !

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    • Hallo Marco, danke für deine Anmerkung! Wir haben das einmal ergänzt!

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    • Stimmt genau. 😁

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    • Ich bin CB FUNKet benutze jeden Tag meine Funke.Nachtigall Frank aus Münster NRW

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  2. Hallo Anastasija und Funfreunde,
    Früher gab es nur CB. Heute sind für Jedermann auch die Bereiche PMR466 europaweit und das sog. Freenet die Funkanwendung im Frequenzbereich 149 MHZ nur in Deutschland dazugekommen.
    Mehr Info dazu findet ihr bei Jedermannfunk.de

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  3. Das mikrofonverbot ist n den Ländern teilweise ausgesetzt, näheres findet man in den einschlägigen Funkforen

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    • Ja das mit den Störungen im Urbanen Bereich ist schon nicht so schön.Da ich aber Bergfunk betreibe,bin ich so oder so nur am Wochenende zugange.Meist Samstag auf Sonntag geht dann schon mal die Post ab.Reichweiten von 200km sind im Mittelgebirgsbereich nicht selten.Höhe und Antenne sind ein wichtiger Faktor.Wenn auch die Gegenstation hoch genug steht ist man selbst überrascht wie weit das geht.Wir haben einige Leute,die mit Minimalausrüstung auf dem Fahrrad oder gar zu Fuss auf die Berge laufen,um dort zu funken.Auch im Winter und gerade dann macht das richtig Spass.Es grüsst die CB Station Rossi oder auch DL4JD aus dem hessischen Jügesheim/Rodgau Gleichgesinnte aktive findet man in http://www.funkbasis.de

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      • War mal aktiv in Düsseldorf unterkünftig nähe EVK. Viele weggezogen choas danach Stille. Solinger störten wohl???.

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      • Nettes Thema, wein weitestestes QSO lag bei 4W Leistung ca. 2500m (2,5km) Nachts ca 1:00Uhr

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  4. Bevor es bei einigen zu großen Enttäuschungen kommt: Das 11-Meterband ist ein ISM Band, dass bedeutet das man mit Störungen durch Industrie und häuslichen Anwendungen rechnen muss. Oft stören PLC-Modems, die genau in dem CB-Funkbereich arbeiten. Das kann einem dann das Hobby vermiesen, wenn der Störpegel auf allen Kanälen 9+ ist.

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  5. „… für unterwegs“ ist heute relativ. In einigermassen freiem Gebiet geht es sehr gut mit einem Auto aus Metall als Masse für die Antenne, aber Kurzwellen eignen sich schlecht für bebautes Gebiet. Dafür gibt es heute in diesem Bericht nicht erwähntes PMR (446 MHz) welches zwar in leicht hügeligen Gebieten einen Nachteil in der Reichweite hat dafür aber mit Handfunkgeräten deutlich besser funktioniert und dazu nahezu störungsfrei ist (siehe vorhergehende Kommentare). In Deutschland und anderen Ländern gibt es noch freie Frequenzen im 2 Meter Band die man frei oder nach Anmeldung ohne Prüfung nutzen darf. Das PMR kann man im ganz weiten Sinn als „CB“ auffassen, im eigentlichen CB 11 Meter Band finden sich heute vorallem Hobbyfunker welche eben des Hobbys wegen funken, oft von zu Hause mit grossen Antennen oder an eien „obergünstigen“ Platz gehen und nicht als Kommunikationsmittel im Alltag.

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  6. Der CB-Funk gewinnt immer mehr an Beliebtheit, angefressene machen sogar die Amateurfunk Prüfung bleiben dem CB-Funk treu.

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    • Hallo,

      nun bin ich, nach Jahrzehntelanger Abstinenz, wieder im CB Funkbereich unterwegs. Die Lage ist unübersichtlich und nicht einschätzbar, weshalb ich an alte Zeiten anknüpfen möchte.

      Ich suche nette Mitfunker, die im Bereich Mainz-Wiesbaden unterwegs sind.

      Bis dahin

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  7. CB Funk erlebt hier in Norddeutschland eine echte Renaissance. Durch Corona / Lockdown / Ausgangssperre sind wieder sehr viele alte und auch neue Stationen aktiv geworden. Es bilden sich ganze Funker – Runden in Lübeck, Neustadt, Eutin usw. Hier gibt es z.B eine aktive Frauenrunde und in den späten Abendstunden auf Kanal 7 FM und Kanal 7 SSB ist die Deutschlandrunde wieder aktiv. Es ist wirklich toll, wie höflich und hilfsbereit „die alten Hasen“ den neuen Stationen sind. Meine Erfahrung ist, das am Anfang viele die Nase rümpfen, dann aber doch neugierig werden und interessiert sind. Zumal bei Ausfall von ganzen Handynetzen, (CB) Funk immernoch funktioniert ! Zusätzlich sind, durch die Freigabe von 40 Kanälen USB und LSB mit 12 Watt , die Reichweiten sehr groß. Es lassen sich Kontakte, weit über die Grenzen Deutschlands knüpfen. Ein weitreichendes und sehr interessantes Hobby, welches in Krisenzeiten (siehe Flutkatastrophe) , sogar einen nicht unerheblichen helfenden Beitrag leistet.

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  8. Das in der Abbildung dargestellte Funkgerät ist gar kein CB-Funkgerät, sondern ein Amateurfunkgerät, für dessen Betrieb man eine Bewilligung benötigt. Amateurfunkgerät dürfen auf den CB-Funk-Frequenzen gar nicht betrieben werden, da sie zu hohe Sendeleistung und zu starke Modulation aufweisen.

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    • Erbsenzähler.

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      • Was ist daran falsch was er schreibt? Da muß man doch nicht beleidigend werden oder ist das die feine Art stolz zu sein andere online anonym & unberechtigt runter zu machen weil´s Dir Spass macht?

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  9. Hieroben in Holland genau dasselbe,eine Renaissance des CB Funk .

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  10. Bei mir Zuhause gibt es massive Störungen im CB-Band. Zuerst dachte ich, das es Störungen durch PLC-Modems verursacht werden. Aber die sind auf der Straße sogar noch deutlicher „hörbar“. keine 300m von meinem Haus entfernt gibt es eine Arztpraxis mit MRT. Kann so ein Gerät was ja ein sehr starkes Magnetfeld erzeugt, auch für Funkstörungen sorgen? Kann man sowas auch bei der Bundesnetzagentur melden? Ist das vielleicht sogar illegal?

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    • Scheint ja überaus wichtig zu sein….zumindest für dich…immer alles schön auf die Goldwaage legen….weiter so….

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  11. Hätte nicht gedacht, dass CB wieder attraktiv wird. Ich habe mir nur, um mal zu schauen, was auf den Bändern so los ist wieder eine Handgurke zugelegt. Alan 42 DS. Mit KFZ-Adapter (Strom+ext. Antenne) liegt sie auf dem Beifahrersitz und scannt die Kanäle.

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  12. Es spoelt auch eine Rolle wo die Antenne montiert wird. Neim DAF wird sie serienmässig aun der Rückwand der Kabine montiert. Die Abstrahlung ist wegen dem Aufbau des Auflegers sehr schlecht. Auf dem Dach geht auch nicht wegen den 4 Meter höhe. (Stromleitungen der Bahn) als ich eine Antenne seitlich der Kabine montierte, waren verbindungen von Lyon nach Helgoland mit 10 Watt kein Problem.
    Es empfiehlt sich Geräte mit USB und LSB zu kaufen. Die Seitenbänder sind im Gegensatz zu AM und FM wirkungsvoller und die Teichweiten wesentlich höher. Verbindungen von mehreren 100km sind so möglich.
    Ich selber habe die Funkamateurprüfung gemacht und darf von 1,5 Mhz bis 30 Mhz und noch viele andere Frequenzen nutzen.
    Bei Interesse schaut mal DARC rein.

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  13. Ich hätte eine Frage: Ich habe in den 70er Jahren als Jugendlicher CB-Funk betrieben. (Motorola- und dnt- Geräte) Die alten Geräte liegen immer noch eingemottet auf meinem Dachboden. Besteht eine Chance, daß die technisch (nicht rostmäßig) noch im heutigen Citizen-Band funktionieren ? Das Frequenzband ist ja, soviel ich weiß, gleich geblieben. Zu AM ist noch FM dazu gekommen und die Leistung ist, glaube ich, auch nicht mehr nur das gute alte halbe Watt wie früher.
    Würden meine Geräte noch funktionieren?
    Danke für eure Antworten im Voraus!

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    • Schließe halt mal die Geräte ans Stromnetz an und schraub´ die Antenne aufs Dach … dann hörst Du gleich, ob sich was tut.
      Kann natürlich sein, dass sich welche ausserhalb Deiner 40 Kanäle unterhalten, nachdem es im FM jetzt 80 Kanäle gibt.
      Ich habe erst heute 2 alte Geräte im E-Schrott entsorgt, nachdem sogar die Anzeigen nicht mehr vollständig geleuchtet haben
      und ich auch keine Verbindung bekommen habe.

      Grüße aus Göppingen (zwischen Stuttgart und Ulm)

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    • Kurze Info, was Deine Frage zur Funktion betrifft, oft gehen Elektrolytkondensatoren in den Geräten altersbedingt kaputt,(auch wenn keine Spannung anlag!) diese kann ein jeder gute Elektroniker tauschen. Man sollte aber dennoch das Gerät vielleicht zum prüfen zum Funkdoctor bringen, der die Streuung der Frequenzen kontrollieren kann. Denn außer Stehwelle muß auch beim senden alles stimmen, sonst hört Dich vielleicht ein jeder in seiner Stereoanlage oder im TV, ganz grob gesagt.

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