Parkplatzmangel – Wie erlebt ihr das?

von | 29. Nov. 2021

Tagtäglich fahren unzählige LKW über die Autobahnen, doch wenn es ans Abstellen geht, kann es Probleme geben. Immer wieder kommt es vor, dass Trucker vergeblich nach einem passenden Parkplatz suchen – und sich dann irgendwie behelfen müssen. Wie erlebt ihr das?

Der Arbeitsalltag als Trucker bringt einen zwar an die unterschiedlichsten Orte, hat aber leider auch eine Menge Hürden, die es zu überwinden gilt. Eine davon ist der Parkplatzmangel.

Was als Privatperson in der heimischen Nachbarschaft schon nervt, kann im Berufsalltag hinter dem LKW-Steuer zur echten Herkulesaufgabe werden. Denn die riesigen Trucks noch eben in eine Lücke zu quetschen ist nur bedingt möglich. Wer öfter auf der Autobahn unterwegs ist, wird die Bilder von Rasthöfen und Parkplätzen kennen, an denen sich unzählige LKW aneinander quetschen und teilweise noch bis in die Auf- und Abfahrten ragen. Das ist nicht nur unbequem, das ist sogar gefährlich.

„Es herrscht massiver Parkplatzmangel auf den Rasthöfen Deutschlands. Besonders ab 17:00 Uhr wird es erfahrungsgemäß richtig eng – dann muss man im Zweifel sogar die Autobahn verlassen, einen Umweg in Kauf nehmen und verliert wichtige Zeit“, schrieb unser Unermüdlicher Markus schon 2019. Auch heute besteht das Problem leider weiterhin. Doch zumindest wird an Lösungen gearbeitet.

Was wird getan?

2021 wurde etwa die „Richtlinie zur Förderung privater Investoren zur Schaffung von zusätzlichen LKW‐Stellplätzen in der Nähe von Autobahnanschlussstellen“ vorgestellt. „Während der Corona‐Pandemie haben wir erlebt, wie wichtig ein funktionierender Güterverkehr ist. Die LKW‐Fahrerinnen und ‐Fahrer stehen dabei an vorderster Front: Sie sind unermüdlich unterwegs, um Waren und Güter an ihr Ziel zu bringen“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer im Juni 2021 dazu (via BGL): „Umso wichtiger sind Pausen, in denen sie neue Kräfte tanken können. Voraussetzung dafür ist, dass die Trucker tatsächlich einen Stellplatz finden – und nicht wegen überfüllter Parkplätze irgendwo ‚wildwest‘ parken müssen, weil sie sonst ihre Lenk‐ und Ruhezeiten verletzen. Daher investieren wir gezielt in den Ausbau von Stellplätzen – erstmals auch auf Autohöfen und in Gewerbegebieten.“

Plätze, die für einen Neubau, eine Erweiterung oder Verbesserung in Frage kommen, sollen unter anderem „möglichst ganzjährig sowie möglichst ganztägig (24 Stunden) geöffnet, mindestens aber in der Zeit von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr“ sein, außerdem über ein elektronisches System zur Überprüfung der Auslastung sowie ausreichend sanitäre Einrichtungen verfügen. Gerade letzteres dürfte viele Vielfahrer freuen, denn Probleme mit sanitären Einrichtungen gibt es immer wieder.

Es gibt aber auch noch jede Menge andere Ansätze, die sich mit dem Parkplatzmangel beschäftigen. Unter anderem haben wir uns mit „roatel“ unterhalten, die Truckern kleine Unterbringungen für ihre Touren zur Verfügung stellen wollen.

Außerdem gibt es verschiedene Apps, die bei der Parkplatzsuche helfen sollen. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wir wollen wissen: Welche Erfahrungen habt ihr mit Parkplatzmangel gemacht? Erlebt ihr da auch Probleme? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Adobe Stock Gina Sanders | Aufwind-Luftbilder

Habt ihr Probleme mit mangelnden Parkplätzen?

7 Kommentare

  1. Das Problem ist, sollen neue Parkplätze gebaut werden, sind Anwohner und Naturschützer sofort dagegen!

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  2. Es werden lieber teuer Felsbrocken angeschafft um Lkws fern zu halten
    statt dixis und mühltonnen für das Geld aufzustellen und es fehlt auch an parkplätzen um nur kurz pinkeln zu gehen ich könnte heute nur gefährlich auf dem seitenstreifen anhalten um neben meinen Lkw zu pinkeln 🤔😎

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    • Klar gibt es auch Autohöfe die mittlerweile ausgebaut haben. Da bekommt man auch spät abends einen Platz.Aber 15 bis 20 Euro Parkgebühr finde ich in Relation zu den Löhnen und Spesensätzen eine Frechheit. Verzehrgutschein für 10 Euro für Frass den keiner will. Und dann noch Duschen extra für 4 €.
      Da wird die Notlage der Fahrer ganz dreist ausgenutzt.
      Und in den Ferien steht alles überall noch zusätzlich mit Pkws und Wohnwagen/Wohnmobilen auf den Lkw Parkplätzen voll. Dann hat man noch nicht mal tagsüber Platz für 45 Minuten Pause.
      Die Probleme hatte ich damals in England nie. Genug Platz fast überall. Parkplätze extra für Pkws, Wohnmobile und Busse. Alles voneinander getrennt.
      Und Nachts / abends werden die Stellplätze der Wohnmobile und Busse für die Lkws frei gegeben.
      Und an jeder grösseren Bundestrasse oder Landstrasse gibt es Parkbuchten für Lkws. Und Duschen ist in England für Lkw Fahrer überall kostenlos.

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  3. Ich habe mit dem Fernfahren aufgehört. Warum??? Weil als Lkw Fahrer nichteinmal als Mensch angesehen wird.

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    • Kann ich absolut nachvollziehen. Bin ab Januar auch aus der Sache raus. So sehr ich die Fahrerei eigentlich liebe. Aber die Arbeitsbedingungen gehen gar nicht mehr. Für mich war’s das.

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  4. Ich persönlich habe nur ganz selten das ,, Vergnügen“ im LKW übernachten zu müssen, aber Fakt ist, dass während des großen Lockdowns sich Spediteure und Lagerunternehmen sich anboten fremde LKW auch auf ihren Höfen parken zu lassen und auch die Sanitären Anlagen zu Verfügung stellten.

    Von alle Dem will heute keiner mehr was wissen und die Fahrer sind wieder die Assis und der Abschaum der Straße der zusehen kann wo er ab bleibt.
    Hauptsache die Regale sind voll und die Lieferketten halten !!!

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  5. Ich habe seit einiger Zeit ein Auto. Leider habe ich keinen eigenen Parkplatz, sodass mir der Parkplatzmangel enorm auffällt. Daher kenne ich das Problem, dass man ab 17 Uhr keinen Platz mehr bekommt, sehr gut.
    Mehr Infos dazu habe ich hier gefunden: https://www.parkhaus-crown.de/

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