Messelogistik in Zeiten der Krise

von | 7. Sep. 2020

Weltweit sind Messen ein Schmelztiegel von Innovationen und Ideen, die Besucher dazu einladen, die neuesten Produkte und Entwicklungen verschiedenster Branchen zu entdecken. Hinter den Kulissen steckt ein riesiger Aufwand, gerade in Sachen Logistik – doch im Jahr 2020 hält sich der Aufwand merklich in Grenzen.

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Der Besuch einer Messe erinnert immer ein bisschen an das Eintauchen in die Tiefen einer anderen Welt. Man fährt mit der Bahn in Richtung des Veranstaltungsgeländes, steigt aus und tritt durch den Eingang – und befindet sich plötzlich in einem Mikrokosmos, in dem sich alles nur noch um ein Thema dreht.

Was dieses Thema ist, kommt natürlich auf die Art der Messe an. Schließlich passt sich ein Messegelände immer der jeweiligen Veranstaltung an, die gerade dort stattfindet. Man nehme nur mal beispielsweise das Messegelände in Hannover: Auf einem Raum von 392.453 Quadratmetern – und das ist nur die Fläche der 24 Messehallen – finden jährlich Messen statt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist die „Agritechnica“ als Landtechnik-Messe, auf der man überall Traktoren und landwirtschaftliches Gerät sieht. Da ist die „Hannover Messe“ im Zeichen der Industrie, die Teppich-Messe „Domotex“ und natürlich die „IAA Nutzfahrzeuge“; die weltweite Leitmesse für Mobilität, Transport und Logistik. Die haben wir 2018 noch gemeinsam mit den Unermüdlichen Christina, Helga und Markus besucht – wie das aussah, könnt Ihr hier im Video sehen.

Das Gelände verwandelt sich auch mithilfe unzähliger Messelogistiker mehrfach im Jahr zum Ausstellungsort verschiedenster Branchen. Aber 2020 ist alles ein wenig anders.

Schwindende Aufträge

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie gehören Messen selbstredend zu den Veranstaltungen, die erstmal ausgesetzt oder verschoben wurden. Es wird nach Alternativen gesucht. In Berlin etwa startete Anfang September die „IFA“ – allerdings nur drei Tage lang, mit ausgearbeitetem Hygiene-Konzept und nur für eingeladene Besucher in begrenzter Zahl. Die in Köln beheimatete Spielemesse „gamescom“ setzte in diesem Jahr auf eine komplett virtuelle Messeerfahrung, ohne Gäste vor Ort – ein Konzept, dass bei Videospielen aufgrund der digitalen Grundlage natürlich besser funktioniert, als beispielsweise beim Thema „LKW und Nutzfahrzeuge“. Es sind ungewöhnliche Zeiten für Messen.

Durch den großen Messeausfall ist auch die Messelogistik schwer getroffen. Schließlich sind es die Logistiker, die dafür sorgen, dass Unmengen an Materialien auf das Messegelände kommen. Messestände, Demonstrationsflächen, interaktive Ausstellungen – das alles gibt es nicht ohne jemanden, der es hinbringt. Aktuell werden diese Dinge aber nicht gebraucht, was die Auftragslage schwinden lässt.

Gegenüber „Eurotransport“ erklärte Geschäftsführer Christoph Rauch vom Messelogistiker BTG schon im Mai, dass man normalerweise im Jahr für 600 bis 700 Messen verschiedenster Arten arbeite. Dabei übernimmt der Logistiker Aufgaben von der Abholung der Materialien über Verzollung bis hin zur Ausfahrt bei verkauften Waren. In diesem Jahr hingegen liege die Auftragslage aufgrund der Absage bei Null – und mit einem Normalzustand sei erst im Mai 2021 wieder zu rechnen.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Krise gemacht? Wie hat sie Euren Arbeitsalltag betroffen? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Deutsche Messe

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Max

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