Ausbildung und Zukunft

von | 25. Jul. 2019

Traumberuf LKW-Fahrer? Für manche Menschen gilt das sicherlich – schließlich hat es durchaus etwas Idyllisches, sich vorzustellen, den ganzen Tag auf sich alleine gestellt mit mehreren Tonnen an Gütern über die Autobahnen zu schuckeln. Das Fenster runter, eine gute Playlist hochgedreht und mit guter Laune das Land entdeckt, während man Waren aller Art von A nach B transportiert.

Fahrromantik?

Solche Tage erlebt man als Trucker sicherlich – aber dass die Realität oft eher weniger angenehm aussieht, ist auch ganz klar. Die körperliche Belastung der vielen Stunden im Cockpit ist nicht zu unterschätzen, der Zeitdruck tut sein Übriges. Und manchmal will man auch einfach nur nach Hause, wenn man gerade an einem Rasthof am anderen Ende des Landes steht.

Letzteres Bild ist das, was in der Gesellschaft vorherrschend wirkt – abgeschreckt von den Arbeitsbedingungen gilt die Tätigkeit als Berufskraftfahrer als eher weniger erstrebenswert. Ein echtes Problem für das Fahrer-Geschäft: Es fehlt an Fachkräften. Deswegen gibt es mittlerweile mehrere Initiativen, die den Beruf des Kraftfahrers – und vor allem der Kraftfahrerin, denn immer noch sind weibliche Kräfte in der Branche deutlich in der Minderheit – wieder attraktiver zu gestalten.

Vielfältiges Aufgabengebiet

Fahrer wird man übrigens ganz einfach per Ausbildung. Drei Jahre lang lernt man alles, was man wissen muss, von Grund auf: Neben dem Fahren der riesigen Transportgerätschaften (klar) lernt Ihr, wie die Technik Eures Gefährts funktioniert, wie man wirtschaftlich Routen plant und absolviert, wie man be- und entlädt sowie das Erstellen von Abrechnungen und Organisation.

Und das ist nur der Anfang: Im Laufe der Ausbildung lernen angehende Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer auch, wie neue Technologien zu bedienen sind und wie sich der Beruf in Zukunft verändern wird. Denn neue Systeme, die beispielsweise autonomes Fahren ermöglichen, werden sich in der Branche bemerkbar machen. Allerdings nicht in der Form, dass der Fahrer ersetzt wird: Mit dieser Angst soll die Ausbildung frühzeitig aufräumen. Mensch und Maschine sollen ihre Stärken verbinden, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Die neue Generation von Fahrern wird eine sein, die mit der Technologie aufgewachsen ist und von der Pike auf gelernt hat, diese effizient einzusetzen. Das ergibt für mögliche Arbeitgeber einen Wert, der nicht zu unterschätzen ist.

Best BKF-Azubi

Wo die großen Unternehmen ebenfalls hinschauen: Beim „Best BKF“-Wettbewerb werden die besten Azubis ausgezeichnet, die sich in Theorie und Praxis gegen konkurrierende Auszubildende durchsetzen. Besonders beeindrucken konnte der Sieger aus dem Wettbewerb des letzten Jahres: 2018 erreichte Jannick Kunze die Höchstpunktzahl von 300 Punkten und feierte damit die Titelverteidigung – schon 2017 war an Kunze kein Vorbeikommen. Als Preisgeld gab es 3.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten kassierten jeweils 2.000 und 1.000 Euro. Jedes Jahr steigen die Teilnehmerzahlen – das macht Hoffnung, dass auch die Zahlen der Fachkräfte in Zukunft wieder ansteigen.

Zieht Ihr eine Ausbildung zum BKF in Betracht? Würdet Ihr Euch nochmal für diesen Weg entscheiden?

Max

Max

Immer auf dem Sprung von einem Ort zum anderen.

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Alles klar

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