Plötzliche Reifenplatzer

von | 19. Dez. 2019

Auf der Autobahn kann es manchmal schneller passieren, als man denkt: Ein lauter Knall macht sich bemerkbar und plötzlich kommt Ihr ins Schlittern. Den Reifen hat’s in der letzten Kurve dahingerafft – und nun? Fünf Tipps, wie man mit kaputten Reifen umgeht und wie man sie verhindern kann. 

1. Ruhe bewahren, wenn es passiert

Wenn der Reifen platzt, ist ein Kontrollverlust das Schlimmste, was Euch passieren kann. Deshalb gilt: Lasst den LKW ausrollen und versucht, ihn sicher auf den Seitenstreifen oder, noch besser, in eine Pannenbucht zu lenken. Hier möglichst schnell die Sicherheitsweste anziehen und auf keinen Fall die Fahrbahn betreten. Bringt Euch niemals selbst in Gefahr! Ruft die Polizei – die sorgt dafür, dass die Stelle korrekt abgesichert wird.

2. Ruft den Pannendienst

Wenn Ihr weitere Hilfe mit eurem Wagen benötigt, ruft den Pannendienst. Beispielsweise kann Euch das Vergölst Pannenservice-Mobil helfen, wenn Euer Truck stärkere Schäden mitgenommen hat, als einen Reifenplatzer. Außerdem kann dieser dabei helfen, die Unfallstelle abzusichern und Folgeunfälle zu vermeiden.

3. Haltet Eure Reifen in Schuss

Damit es gar nicht erst zum Reifenplatzer kommt, sollte man immer versuchen seine Reifen im bestmöglichen Zustand auf die Straße zu bringen. Die Bereifung ist die häufigste Unfallursache, wenn es um technische Mängel am Fahrzeug geht. Es lohnt sich also darauf zu achten, dass die Bereifung korrekt gewählt und vor allem noch nicht zu stark abgenutzt ist. Führt regelmäßige Kontrollen Eurer Reifen durch und sorgt dafür, dass stets der richtige Luftdruck vorhanden ist. Das kann das Unfallrisiko merklich minimieren.

4. Beobachtet Euren Wagen genau

Ein Reifenplatzer kann plötzlich kommen, klar. Oftmals kündigt er sich aber schon während der Fahrt an – und das ist der Moment, in dem Ihr reagieren könnt. Sollte etwa der Vorderreifen Luft verlieren und so Gefahr laufen zu platzen, merkt Ihr das daran, dass der Wagen sich merklich schwerer lenken lässt. Wenn Euer Wagen bei der Fahrt nach links oder rechts zieht, ist das ein Hinweis darauf, dass der entsprechende Reifen defekt ist. Reduziert in diesem Falle das Tempo und versucht, einen Halt einzulegen und die Reifen zu überprüfen.

5. Der Reifen brennt? Keine Panik!

Es kann passieren, dass ein Reifen Eures Wagens in Brand gerät. Auch hier gilt: Ruhe bewahren, nicht in Panik geraten und weder sich noch andere in Gefahr bringen. Wenn möglich, kann man versuchen, den Wagen schlingernd weiterzufahren, bis sich der brennende Reifen von der Felge gelöst hat. So greift das Feuer nicht auf den restlichen Wagen über, sobald man zum Stillstand gekommen ist. Allerdings wird das Fahrzeug schwer zu kontrollieren, sobald der Reifen sich gelöst hat. Bringt den Wagen danach möglichst schnell auf dem Standstreifen zum Stehen, sichert den Pannenort und koppelt die Zugmaschine ab.

Wer versucht, selbst einen Reifen zu löschen, sollte dies ausschließlich mit Stößen in Windrichtung tun. Stellt Euch nicht direkt an den Reifen, sondern versetzt – explodierende Reifen können eine Gefährdung darstellen. 

Habt Ihr weitere Tipps, wenn es plötzlich mal knallt? Erzählt sie uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Helga Dröscher

Wurden Du und Dein Fahrzeug selbst schon Opfer eines geplatzten Reifens?

Markus

Markus

Transportiert heiße Bikes zu ihren glücklichen Besitzern.

Anzeige

Anzeige Sonax

4 Kommentare

  1. Das war leider genau am Heilig Abend, wie ich mit meiner kleinen Nichte ins Kino fahren wollte.
    War dann toll bei minus vier Grad den Reifen zu wechseln.

    Antworten
    • Hallo Ewald,

      da bleibt Euch der Heilige Abend mit so einem Schrecken wohl noch lange in Erinnerung.
      Wir drücken die Daumen, dass Euch so etwas nicht wieder passiert.

      Herzliche Grüße vom Redaktionsteam! 🙂

      Antworten
  2. In Slowenien auf der Autobahn über irgend ein Teil gefahren und dabei hat es mir an der Antriebsachse beide Reifen zerrissen

    Antworten
    • Hallo Reto,

      gleich beide Reifen sind ja ein starkes Stück! Das muss ein riesiger Schreck gewesen sein.

      Wir wünschen Dir, dass Du so etwas nicht noch einmal erleben musst.

      Herzliche Grüße vom Redaktionsteam! 🙂

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren: