Die Abfahrtkontrolle

von | 3. Mai. 2021

Wenn es auf Tour geht, sollte der eigene Wagen in einem Tip-Top-Zustand sein. Eine umfassende Abfahrtkontrolle ist hierfür unerlässlich. Denn Sicherheit geht vor!

Tagtäglich fahren unzählige LKW auf Autobahnen, Landstraßen und innerhalb der Städte umher und versorgen uns mit wichtigen Gütern. Tonnen von Waren werden transportiert – auch Gefahrengüter.

Damit jeder Transport auch absolut sicher ist, sollen Fahrer vor jeder Tour eine umfassende Abfahrtkontrolle absolvieren. Die ist sogar gesetzlich vorgeschrieben – inklusive einer Überprüfung des Fahrzeugzustands.

Deswegen sollte die Abfahrtkontrolle nicht „mal eben eingeschoben“, sondern gründlich durchgeführt werden. Etwa eine Viertelstunde sollte die Kontrolle des eigenen Fahrzeugs in Anspruch nehmen.

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Im Zuge der Kontrolle sollen dann mehrere Aspekte überprüft werden. Schritt 1 kann dabei schon im Führerhaus durchgeführt werden. Hier sollen unter anderem Spiegel gecheckt, Scheibenwischer und auch die Hupe einmal getestet werden. Ein Blick auf den Bordcomputer kann außerdem schon mal helfen, schwerwiegende Probleme ausfindig zu machen, erklärt unser Unermüdlicher Markus bei Instagram: „Einen Teil der Abfahrtskontrolle kann man direkt vom Display aus machen. Kesseldruck, Temperatur vom Wasser, Ölstand. Da ist es ganz wichtig, dass man den jeden Tag kontrolliert.“

Auch die Unermüdliche Helga setzt bei der Kontrolle schon mal auf technische Unterstützung: „Der Bordcomputer zeigt viel, wie den Reifendruck, oder ob das ABS aktiv ist“, erklärt sie. Dennoch muss an vielen Stellen selbst kontrolliert werden: „Ich schau’ in der Früh unter dem Führerhäuschen auch, ob irgendwelche Flüssigkeiten ausgelaufen sind“, so Helga. Die Erfahrung hilft außerdem dabei, den Wagen immer in Schuss zu halten: „Wenn man immer mit dem gleichen LKW fährt, kennt man ihn eigentlich. Ich weiß zum Beispiel, dass ich bei meinem alle zwei Wochen ungefähr fünf Liter Öl füllen muss.“

„Die Reifen sind unsere Lebensversicherung“

Auch Markus hat schon jede Menge Touren mit seinem Wagen gefahren und weiß, dass ein genauer Blick entscheidend sein kann. Beispielsweise bei der Reifenkontrolle, die auch zur Abfahrtkontrolle gehört: „Die Reifen sind unsere Lebensversicherung. Ein Reifen vergisst auch nichts – da hat man eine Bordsteinkante übersehen, dann hat der einen Schnitt drin“, erklärt Markus. Deshalb: „Am besten mehrfach täglich die Reifen kontrollieren.“

Auch sämtliche Boxen, Kisten, Verriegelungen am Wagen nimmt Markus genau in Augenschein. Sein Tipp: Auch bei den Planenverschlüssen nochmal exakt prüfen, ob auch alles sitzt, wie es soll: „Eine gut gespannte Plane hält bestimmt nochmal drei, vier Zehntel Sprit zurück“, so der Trucker.

Zu einer Abfahrtkontrolle gehört auch ein Lichttest. Hier kann man auf Unterstützung von Kollegen setzen, die einmal mit draufschauen, ob alle Lichter wie geplant leuchten. Allerdings gibt es heutzutage auch Hilfsmittel, wie eine über den Schlüssel steuerbare Lichtanlage, die den Schritt vereinfachen können.

Neben sämtlichen Lichtern, Reifen und der Bremsanlage sollte die komplette Ladung auf Sicherung untersucht werden. Schaut, ob an Türen, Motorhaube und Kennzeichen alles korrekt sitzt, und ob Ihr wichtige Ausstattung wie Warndreieck, Feuerlöscher und Verbandskasten dabei habt.

Eine genaue Auflistung, was im Laufe einer Abfahrtskontrolle noch zu erledigen ist, zeigt der BG-Grundsatz 915, den Ihr hier findet (via bgw-online.de).

Worauf achtet Ihr bei der Abfahrtkontrolle genau? Schreibt es uns in die Kommentare!

Fotonachweis: © AdobeStock Siwakorn auremar / Tomasz Zajda

Wie viel Zeit nehmt Ihr Euch für eine Abfahrtkontrolle?

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