Sporttipps für den Fahreralltag

von | 11. Mai. 2020

Gesundheit im Berufsalltag ist ein Thema, das immer mehr Menschen beschäftigt. Große Firmen halten ihre Mitarbeiter dazu an, etwas für die eigene Fitness zu tun – und bieten dazu zahlreiche Möglichkeiten an. Im Lieferverkehr ist das natürlich nicht ganz einfach – dennoch sollte man den eigenen Körper immer in Bewegung halten.

„Sport ist Mord“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Dass das Quatsch ist, ist mindestens ebenso bekannt – sieht man einmal von fiesen Muskelkatern ab, die einen nach dem einen oder anderen Workout schon mal zurück in die Couch drücken können.

Doch wer regelmäßig Sport treibt, weiß, dass sich der Aufwand lohnt. Das merkt man nämlich spätestens, wenn man ihn mal ein paar Wochen vernachlässigt – dann quietschen und knartschen die Gelenke doch ganz schön. Deshalb findet Ihr hier ein paar Tipps, wie Ihr Euch auch im Berufsalltag eines Fahrers fit halten könnt. Außerdem zeige ich Euch am Ende einige Übungen, mit denen Ihr alle Muskelgruppen Eures Körpers effizient trainieren könnt.

Hört auf Euren Körper

Wenn ich zu wenig Sport treibe, merke ich den Unterschied nach drei, vier Stunden im Bus sofort. Dann tun die Knie weh oder der Rücken protestiert. In diesem Falle heißt es: sich aufraffen und spätestens, wenn man wieder zuhause ist, ein bisschen Sport treiben.  Auch vor einer Fahrt, die nachmittags erst startet, kann man noch einen Abstecher zum Sport wagen.

Trainiert, wo Ihr könnt

Wenn man mal länger auf Tour ist, sollte man sich informieren, ob es Sportmöglichkeiten vor Ort gibt. Zum Beispiel ein Gym im Hotel oder auch einen Sportraum bei euren Auftraggebern. Im Zweifel lohnt es sich auch, einfach mal eine Jogging-Strecke einzulegen – wenn es zeitlich hinkommt.

Nutzt Pausen aus

Wer keine Chance hat, regelmäßig Sport zu treiben, sollte zumindest in den Pausen ein bisschen Bewegung suchen. Anstatt die Füße hochzulegen und Tetris zu spielen lohnt es sich, ein paar Schritte an der frischen Luft zu gehen. Das strengt nicht besonders an, aber hält Euch in Bewegung.

Genießt das Training

Ja, man kann sich beim Sport ganz schön quälen. Das ist leider so. Dennoch sollte man versuchen, Spaß daran zu finden. Sucht Euch Übungen, die Euch besonders liegen – oder versucht es mit einem spielerischen Sport, wenn euch Krafttraining nicht besonders anspricht. Ich gehe gerne zum Sport – gerade auch mit der Sauna im Anschluss. Da kann man gut entspannen und ist im Alltag besser gewappnet.

Sorgt für Abwechslung

Ich persönlich gehe gerne ins Fitnesstudio und trainiere dort etwa zwei Mal die Woche. Ich achte stets darauf, möglichst rundum zu trainieren – also nicht nur Arme und Schultern, auch die Beine sollten mal rankommen! Neben dem Krafttraining nutze ich gerne das Fahrrad oder das Laufband und sorge so für ein bisschen Abwechslung beim Sport.

Sechs Übungen für den ganzen Körper

Leider hat man im Berufsalltag nicht unbedingt immer den Raum für ein zeitaufwändiges Workout. Dabei ist es so wichtig, den Körper insgesamt fit zu halten.

Deswegen haben wir uns Hilfe geholt: Physiotherapeut Klaus Herrmann von der Praxis PhysioKLAR aus Hannover hat uns sechs einfache, aber effiziente Übungen gezeigt, mit denen Ihr alle Bereiche des Körpers trainieren könnt. Die lassen sich ohne Geräte (eine Matte hilft allerdings, wenn Ihr eine zur Hand habt) und sogar unterwegs auf Tour gut durchführen, wenn man beispielsweise ein wenig Zeit in der Pause oder zum Feierabend hat. Ich zeige Euch hier, wie sie funktionieren:

Ausfallschritt-Übung, 3 Sätze

Schritt 1: Diese Übung ist als Aufwärmübung gedacht. Stellt Euch parallel hin.

Schritt 2: Stellt das rechte Bein nach hinten und das linke Bein nach vorne. Gleichzeitig nehmt Ihr den rechten Arm nach vorne und. Jetzt führt Ihr das rechte, also hintere, Knie zum Boden und geht so runter.

Schritt 3: Richtet Euch wieder auf und wechselt die Seite. Wiederholt diese Bewegung im Wechsel für jede Seite zehn Mal.

Liegestütz-Übung, 3 Sätze

Schritt 1: Dies ist eine Variation der klassischen Liegestütz-Übung. Legt Euch flach mit dem Gesicht nach unten auf den Boden. Hebt kurz Eure Beine und Arme an – etwa leicht über Kopfhöhe.

Schritt 2: Nun setzt Ihr Hände und Füße gerade auf und drückt Euch nach oben – führt einen klassischen Liegestütz aus. Achtet dabei darauf, mit dem Rücken gerade zu bleiben.

Schritt 3: Führt die Schritte 1 und 2 im Wechsel aus – insgesamt 10 Mal!

Bauchmuskel-Übung, 3 Sätze

Schritt 1: Diese Übung trainiert Eure Bauchmuskeln – die seitlichen insbesondere! Legt Euch seitlich auf den Boden und positioniert den Ellenbogen unter der Schulter. Die Beine sind dabei leicht angewinkelt.

Schritt 2: Hebt die Hüfte an und streckt das obere Bein aus. Winkelt es wieder an und legt die Hüfte ab. Wiederholt diese Schritte 10 Mal – und dann ist die andere Seite dran!

Kreislauf-Übung, 3 Sätze

Beim Hampelmann handelt es sich laut Herrmann um eine „funktionale Übung“, die den Kreislauf trainiert. Ihr kennt ihn sicherlich und er ist leicht auszuführen.

Schritt 1: Stellt Euch gerade hin, die Beine hüftbreit auseinander. Die Arme liegen eng am Körper an.

Schritt 2: Führt die Beine mit einem Hüpfer auseinander und die Arme gleichzeitig über dem Kopf zusammen. Wiederholt diese Bewegung 20 Mal.

Arm-Übung, 3 Sätze

Schritt 1: Nehmt einen Hocker, Eure Stufen zum Führerhäuschen am LKW oder eine andere Fläche zur Hilfe. Setzt Euch auf die Fläche und stützt Euch links und rechts mit den Armen darauf ab.

Schritt 2: Nun senkt Ihr euch leicht vor der Fläche ab. Haltet kurz Euer Gewicht und drückt Euch dann wieder nach oben. Das wiederholt Ihr ebenfalls zehn Mal.

Bein-Übung, 3 Sätze

Schritt 1: Stellt Eure Beine parallel und geht zu etwa 90 Grad in die Hocke, mit den zusammengeführten Armen nach vorne gestreckt.

Schritt 2: Jetzt geht Ihr hoch und stellt Euch gerade hin, das Becken nach vorne gedrückt. Gleichzeitig führt Ihr die Hände hinter dem Rücken zusammen. Dann geht es wieder in die Hocke. Wiederholt dies 10 Mal.

Habt Ihr alle Übungen abgeschlossen, solltet Ihr merklich ins Schwitzen gekommen sein. Aber es lohnt sich! Denn mit diesem Workout habt Ihr Euch in kurzer Zeit umfassend in Bewegung gebracht! Was sind Eure Sport-Tipps im Berufsalltag? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Fotonachweis: © Mirko Liesebach-Moritz

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Mirko

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Motto: »Erst die Bundesliga und dann alles andere!«

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