Schlank durch Ernährung oder Sport?

von | 5. Mrz. 2019

Jeder kennt es, das allzeit diskutierte Thema „Abnehmen“. Endlich einmal wieder etwas für die Figur machen, vielleicht ein bisschen diäten oder doch lieber Sport treiben – vielleicht sogar beides? Wer sich nicht schon zum Jahreswechsel Ziele gesetzt hat, der denkt im Frühling – ohne den Schutz der dicken Winterjacke – wieder über dieses leidige Thema nach.

Ein schöner Gedanke, wieder etwas weniger auf die Waage zu bringen und sich in seiner eigenen Haut wohler zu fühlen. Meist findet diese Idee dann aber doch keine Umsetzung, denn der Berufsalltag wirft sich wieder zwischen uns und unsere Pläne. Gehetzt von Terminen, ist es am Ende des Tages auf der Couch doch bequemer als auf der Hantelbank oder dem Laufband im Fitnessstudio. Mir geht es da übrigens nicht anders.

Unabhängig von der Frage des Willens und des Durchhaltevermögens, was wahrscheinlich das Ausschlaggebende beim Abnehmen ist, stellt sich die Frage, was eigentlich wichtiger ist: Die Ernährung oder doch der Sport? 

Im Internet und anderen Medien wird immer wieder über verschiedene Ernährungstrends berichtet, denn „healthy“ ist das neue „sexy“. Essen wie immer, aber Kalorien zählen, klassisch FDH oder doch lieber Intervallfasten. Der eine Ernährungstrend setzt auf wenig Fett, während ein anderer Trend zu mehr Fett, aber weniger Kohlenhydraten rät. Ernährungstipps und -trends gibt es viele. Fakt ist, jeder Mensch ist anders und genauso sein Körper und sein Stoffwechsel. Aus diesem Grund ist es natürlich nicht möglich pauschal zu sagen, was bei Dir die Pfunde schmelzen lässt.

Ich habe mich einmal näher mit dem „Low Carb“-Trend auseinandergesetzt, selber getestet und festgestellt – es klappt! Inspiriert von meiner Tante, die mithilfe von Low Carb ihr Gewicht innerhalb von knappen 10 Monaten von 109 kg auf 77 kg reduzieren konnte, hatte mich dann auch der Ehrgeiz gepackt. Wie so oft stellt sich natürlich nur Erfolg ein, wenn man das Ganze richtig macht und versteht, auf was zu achten ist. Aus diesem Grund möchte ich Dir hier eine kleine Zusammenfassung geben.

„Low Carb“ bedeutet „wenig Kohlenhydrate“; die Ernährungsform wird auch häufig „Low Carb High Fat“ genannt. Bei dieser Ernährung nimmt man also wenig Kohlehydrate aber (häufig) viel Fett zu sich. Ziel ist es, dass sich der Stoffwechsel umstellt – der Körper soll mehr Fett verbrennen als Kohlenhydrate. Warum das Ganze? Klar – die Fettpolster sollen schmelzen! Und das, indem der Körper seine Fettreserven größtenteils selber abarbeitet. 

An dieser Stelle denken wir kurz an den Biologieunterricht zurück. Vielleicht kannst Du Dich noch vage an das Thema erinnern. Es gibt mehrere Arten von Kohlehydraten (Saccharide). Man nennt sie Monosaccharide (Einfachzucker), Disaccharide (Zweifachzucker), Trisaccharide (Dreifachzucker) und Polysaccharide (Vielfachzucker). Es handelt sich bei Kohlenhydraten um Makromoleküle, die als Energieträger fungieren und in Form von Zucker und Stärke den Hauptanteil der täglich benötigten Energie für den Stoffwechsel liefern.

Der Körper braucht also Kohlenhydrate, um Energie zu erhalten und zu funktionieren. Soweit so gut. Doch durch die heutige Ernährung wird uns ein Überschuss dieser Kohlenhydrate geliefert. Der Körper erhält viel mehr Energie als er benötigt. Und was macht der Körper mit dieser überschüssigen Energie? Richtig – er lagert sie für schlechte Zeiten ein! Doch in den heutigen Industriestaaten muss man nicht wirklich hungern. Was man an unseren Fettpolstern gut erkennen kann. 

Je „einfacher“ ein Zucker (Einfachzucker), desto kürzer die Molekülkette. Diese kann der Körper einfacher spalten als die längeren. Durch die rasche Energiezufuhr steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, fällt aber genauso schnell wieder ab. Aus diesem Grund knurrt der Magen nach einem leckeren Brötchen auch so zügig wieder – die Sättigung ist nicht lange vorhanden und das, obwohl (oder gerade weil) der Körper schnell Energie bekommen hat. Ein Teufelskreis beginnt!

Bei Low Carb wird nicht ganz auf Kohlenhydrate verzichtet. Stattdessen reduziert man diese und isst nur noch solche, die vom Körper nicht direkt zersetzt werden. 

Der Blutzuckerspiegel steigt bei dieser Ernährung also langsamer an, hält sich aber auch länger und sinkt weniger schnell wieder. Man hat zwischendurch weniger Hunger und ist länger fit bzw. nicht mehr so schnell müde. 

Man kann anfangen, die Kohlehydrate nach und nach zu reduzieren. So kann man z. B. Anfangs mit 100 Gramm Kohlenhydraten pro Tag starten. Der Körper wird sich langsam auf die neue Ernährungsform einstellen, der Stoffwechsel wechselt in die Fettverbrennung. Um schnell Erfolge zu erzielen, sollte man zügig weiter auf maximal 50 Gramm Kohlenhydrate reduzieren. Die ganz Harten essen sogar nur 30 Gramm Kohlehydrate oder weniger. Wobei an dieser Stelle betont werden sollte, dass das schon ziemlich hart ist und schnell ungesund werden kann. Es dauert bestimmt eine bis eineinhalb Wochen, bis sich Dein Stoffwechsel umgestellt hat.

Und was darf man dann essen? Sicher – eben das, was wenig Kohlenhydrate enthält. Essbar sind also Fleisch, Fisch, viel Gemüse, Soja, diverse Sorten Käse und wenig Obst – fast alle getreidehaltigen Lebensmittel fallen weg und Zucker sowieso. Aller Anfang ist schwer und so bin ich erst einmal mit dem Smartphone in der Hand durch den Supermarkt gegangen und habe bei jedem Lebensmittel gegoogelt, was wie viele Kohlenhydrate enthält. Um es Dir etwas leichter zu machen, haben wir Dir hier eine kleine Übersicht zusammengestellt welche Lebensmittel du essen darfst. 

Viele Lebensmittel, die man täglich zu sich nimmt, kann man heutzutage sogar durch gesunde Alternativen ersetzen. Für unseren bekannten (Industrie- oder Rohr-) Zucker gibt es mittlerweile einige Alternativen und man kann ihn z. B. durch Zuckerersatzstoffe wie Xylit, Erythrit, Stevia und Co. ersetzen. Weizenmehl kann man beim Backen durch Kokos- und Mandelmehl oder Ähnlichem ersetzen. Für Nudeln und Reis findet man in Produkten aus der Konjak-Wurzel Ersatz. 

Hungern müsst Ihr mit Low Carb auf jeden Fall nicht, im Gegenteil könnt Ihr, was die Kalorienzufuhr angeht, sogar deutlich mehr essen als sonst. Also bitte keine Kalorien zählen! Die Menge und Art der Kohlenhydrate sind ausschlaggebend. Um Dir zu zeigen, wie abwechslungsreich Du Dich mit Low Carb ernähren kannst, habe ich Dir einmal einen tollen Blog rausgesucht, bei dem Du Dich von Rezepten inspirieren lassen kannst. Außerdem kannst Du Dir sehr gerne noch einmal die Erfahrungsberichte anderer Blogger durchlesen, um mehr zu erfahren.

Blog zum Thema: https://happycarb.de

Wie Du siehst, kann man mithilfe der Ernährung tatsächlich viel erreichen und schnell Erfolge erzielen. Was uns zu unserer ursprünglichen Frage zurückführt: Ernährung oder Sport, was ist wichtiger? Wichtig ist natürlich beides. Durch die richtige Ernährung könnt Ihr aber mehr erreichen, als wenn Ihr nur Sport macht. Wer jedoch nicht nur etwas schlanker, sondern auch definierter sein möchte, der kommt um zusätzlichen Sport nicht herum. Merke Dir an dieser Stelle auch, je mehr Muskeln Du hast, desto mehr Energie verbrennt Dein Körper. Das bedeutet also, wenn Du zusätzlich Sport treibst, verbrennt Dein Körper die Fettreserven noch schneller.

Wie Du sicher merkst, tendiere ich bei der Frage „Ernährung oder Sport?“ eher zur Ernährung. Ich habe trotzdem versucht, mich etwas mehr zu bewegen – habe einfach mal die Treppe anstatt des Aufzugs genommen.

Und? Was meinst Du? Ernährung oder Sport?

Hinterlass’ uns doch einen Kommentar, ob Du schon einmal Low Carb oder einen anderen Ernährungstrend ausprobiert hast und wie Deine Erfahrungen sind. Wir freuen uns!

Hast Du schon Low-Carb-Erfahrung?

Carmen

Carmen

Von Kindesbeinen an mit allem verbunden, was rollt.

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1 Kommentar

  1. Ich achte ein bisschen auf eine LowCarb Ernährung und treibe ein bisschen Sport. 😇

    Bevor ich im Schnellimbiss bei der Bestellung erkläre, dass ich das MittagsTischGericht M11 gern ohne Reis aber mit viel Gemüse und doppelt Entenbrust hätte, nehme ich es lieber so wie es in der Karte steht um Diskussionen zu vermeiden. Sonst verzichte ich einfach auf Fritten und Limo.

    Wenn ich selber koche vermisse ich SättigungsBeilagen wie Kartoffeln oder Nudeln nicht, wenn ich um so mehr Wirsing oder RosenKohl auf dem Teller habe.

    Eigentlich ist das gar nicht so schwer. 😜

    Antworten

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Alles klar

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