Wintervorschriften 2020/21

von | 12. Okt. 2020

Da ist es schon wieder so weit: Das Jahr 2020 ist mir nichts, dir nichts im Oktober angekommen. Und damit bewegt sich ein insgesamt ziemlich seltsames Jahr auf sein Ende zu. 

Die kalte und rutschige Zeit beginnt

So ungewöhnlich das Jahr bisher auch war, manche Dinge ändern sich nie. Und wie das mit den späten Monaten immer so ist, hält nun auch langsam der Winter Einzug. Die Temperaturen gehen runter, die Tage werden kürzer und das Wetter – so traurig das auch ist – wird schlechter. Das bedeutet für uns Fahrer, nochmal eine Schippe Aufmerksamkeit oben drauf zu legen. Denn: Mit dem Winter werden sich auch Schnee und Eis wieder bemerkbar machen. Die Straßen werden rutschiger, die Sicht möglicherweise stärker eingeschränkt – Ihr kennt das ja.

Für LKW-Fahrer und -Fahrerinnen bedeuten die Wintermonate auch, dass man sich mit den Vorschriften für das wechselhafte Wetter auseinandersetzen sollte. Die sind nämlich nicht überall gleich: Manche Länder verzichten beispielsweise auf eine generelle Winterreifenpflicht, während andere diese fest vorsehen. Je nachdem, wie international eure Touren angelegt sind, solltet Ihr Euch also genauestens vorbereiten.

Wie sehen die Regeln aus?

Schauen wir einmal genauer auf die Vorschriften: In Deutschland gilt die Winterreifenpflicht situativ bei winterlichen Bedingungen. Bei Fahrzeugen oberhalb von 3,5 Tonnen gilt, dass je nach Witterung Reifen mit dem Alpine-Symbol (Kleiner Berg und Schneeflocke) an den Radpositionen der permanent angetriebenen Achsen zum Einsatz kommen müssen. Seit dem 1. Juli 2020 sind diese Reifen auch auf den vorderen Lenkachsen Pflicht. Wurden eure M+S-Reifen vor dem 1. Januar 2018 produziert, gelten auch diese bis zum 30. September 2024 noch als geeignete Winterausrüstung. Schneeketten sind erlaubt, wenn die entsprechende Beschilderung dies deutlich aussagt. Spike-Reifen hingegen sind verboten. 

Wer diesen Regeln im Winter nicht folgt, muss erstmal mit einer Geldstrafe rechnen. Beispielsweise kostet die falsche Bereifung 60 Euro. Kommt es mit den falschen Reifen zu einer Behinderung, kostet das schon 80 Euro. Und bei einer Gefährdung werden 100 Euro fällig. Ein Unfall kostet dann nochmal 120 Euro – und einen Punkt gibt’s auch noch. Es empfiehlt sich also auch abseits der Sicherheitsbedenken, die natürlich im Vordergrund stehen, mit der korrekten Bereifung zu fahren.

Zum Vergleich: In Österreich etwa gilt eine Winterreifenpflicht vom 1. November bis zum 15. April. Bei Missachtung kann es richtig teuer werden: Es drohen Führerscheinentzug und hohe Bußgelder. Außerdem gilt in dieser Zeit eine Mitführpflicht für Schneeketten, die mindestens für zwei Antriebsräder reichen müssen. Spikereifen sind für alle Fahrzeuge oberhalb der 3,5 Tonnen verboten.

Man sieht also: Schon das Überfahren einer einzigen Grenze kann zu ganz anderen Ausgangslagen führen. Damit Ihr überall gut vorbereitet seid, findet Ihr hier bei Semperit eine Auflistung sämtlicher europäischer Wintervorschriften in der Übersicht. Vor allem aber gilt: Passt auf Euch auf und trefft die richtigen Vorkehrungen, damit es am Ende nicht noch aufgrund der winterlichen Verhältnisse zu Schäden kommt. Die richtigen Reifen können Euch davor schützen, die Kontrolle auf der Straße zu verlieren.

Wie macht Ihr Eure Fahrzeuge winterfest? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Habt Ihr schon Winterreifen aufgezogen?

Markus

Markus

Transportiert heiße Bikes zu ihren glücklichen Besitzern.

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