Verrückte Vehikel – Eine abenteuerliche Tour

von | 16. Sep. 2021

Vom ganz normalen Alltag auf der Straße ist man ja vor allem Fahrzeuge gewohnt, die auf zahlreichen Achsen und Reifen an ihr Ziel gelangen. Doch abseits der gewohnten Wege gibt es ungewöhnliche Fortbewegungsmittel, die man so vielleicht noch nicht gesehen hat. Gerade, wenn ihr Fans spannender Touren seid, die auch in ihrer Freizeit gerne mal hinter einem Steuer sitzen, gibt es hier ein bisschen Inspiration: Denn Sandra Bägendörfer vom DSV hat in kürzester Zeit gleich eine ganze Reihe solcher Vehikel kennengelernt.

Eigentlich sollte die „threeGENERATIONS“-Tour des deutschen Skiverbandes die Teilnehmer im tiefsten Winter in die Schweiz führen. Klar – zum Ski-Fahren halt. Doch aufgrund der bekannten Reiseschwierigkeiten der letzten Monate landete die Tour nun doch im Sommer. Das sollte die Teilnehmer aber nicht davon abhalten, ein paar rasante Bergtouren hinzulegen – wenn auch nicht ganz so, wie man es vielleicht erwartet hätte.

Sandra Bägendörfer vom DSV begleitete die Familie, die sich einen Platz auf der Reise sichern konnte. Gemeinsam entdeckte die Gruppe im Laufe einer ereignisreichen Woche Orte wie Fiesch in der Aletsch Arena oder Morgins in der Région Dents du Midi im wunderschönen Wallis. Und dazu: Eine ganze Wagenladung abgefahrener Fortbewegungsmittel.

Mountain-Cart und E-Bike-Tour

Den Anfang machte eine Runde mit den sogenannten „Mountain-Carts“: „Die sind wie große Go-Karts zum Berg-runterfahren. Mit großen Gummireifen“, erklärt Sandra. Diese dreirädrigen Vehikel kommen auch ohne Motor ganz schön schnell auf ein überaus hohes Tempo: „Du klemmst dich da richtig rein und dann geht es ab. Man hat sich ein bisschen gefühlt wie bei Mario Kart“, erzählt Sandra: „Du spürst jeden Stein, dann sind die Reifen in der Luft – das macht einen Riesenspaß.“

Etwas bekannter sind da schon die E-Bikes, die man mittlerweile immer wieder auch im Alltag sieht. Doch wie die Gruppe feststellen durfte, eignen sich die elektrischen Fahrräder perfekt für eine ausgedehnte Entdeckungstour. „Damit sind wir an der französisch-schweizerischen Grenze entlang. Schön auf den Berg hoch, über Felder und wieder runter.“

Mit diesen praktischen Geräten ließ sich die Gegend für alle ohne Probleme erkunden: „Eine wunderschöne Landschaft. Es ist ein Traum.“

Übrigens: Wenn ihr euch für abenteuerliche Touren interessiert, ist ein Lkw-Camper vielleicht was für euch.

Husky-Wanderung und Monster-Trottinett

Richtig ungewöhnlich wurde es dann auf der nächsten Station. Denn die folgende Tour setzte weder auf Motor, noch auf Lenker oder Reifen. Nein: Pfoten waren angesagt. Denn in Morgens begab sich die Gruppe auf eine Husky-Wanderung.

„Dabei hast du einen Klettergurt an. Da wird ein Husky angebunden und der zieht dich den Berg hoch. Die haben wahnsinnig viel Power“, erzählt Sandra. Dass da viel Kraft hinter steckt, kommt nicht von ungefähr: Denn diese Huskys nehmen sogar an Wettkämpfen teil, bei denen sie bepackte Schlitten ziehen.

Diese Power zog nun die Teilnehmer der threeGENERATIONS-Tour durch die Berge. Eigentlich handelte es sich dabei um eine gewöhnliche Wanderung – nur, dass jeweils zwei Personen plötzlich mit einem Husky verbunden waren. Und mit dem muss man erstmal Schritt halten: „Der hat es echt geschafft, uns auf Trab zu halten. Die kennen links und rechts sehr gut, und ‚Lauf zu‘. Aber ‚Stop‘ kennen die nicht. Die sind wirklich auf Zack.“

So ging es eineinhalb Stunden durch die Natur – was sich durchaus auch herausfordernd gestaltete: „Wenn es zwischendrin ein bisschen rutschig ist: Der Hund rennt da schnell rüber. Die menschlichen Beine sind ein wenig langsamer.“ Einen großen Spaß machte das Ganze aber ohne Frage: „Es war ein einmaliges Erlebnis“.

Mit der Husky-Tour war aber noch nicht Schluss: Denn die Gruppe versuchte sich einige Tage später auch noch an sogenannten „Monster-Trottinetts“.

Das sind im Grunde einfache Tretroller, aber, wie Sandra erklärt: „Das Ganze in Groß und mit Fahrrad-Bereifung. Mit richtigen Bremsgriffen dran, und vorne mit Federgabel.“

Klar, dass man mit denen nicht einfach nur durch die Gegend gondeln kann: „Mit denen fährst du auch rasant den Berg runter“, erzählt Sandra: „Es ist ähnlich wie beim Fahrradfahren. Nur, dass der Schwerpunkt weiter unten liegt.“ Die Gruppe durfte sich aussuchen, ob man einen Trail über Stock und Stein runter fahren wollte, oder sich lieber an eine Forststraße hielt: „Aber auch das war schon schnell“.

Neben all den verrückten Fahrten ging es zwischendurch aber auch ruhiger zu: Im Rahmen der Tour machte sich die Gruppe auf eine Kräuterwanderung, eine Gletscherwanderung und eine Panorama-Tour. Weniger Adrenalin – aber immer noch eine tolle Aussicht. 

Sucht ihr eher nach Vehikeln, die motorisiert, aber trotzdem etwas besonderes sind? Dann schaut mal in unserem Beitrag zum PS.Speicher vorbei!

Wie verbringt ihr eure Freizeit, wenn ihr mal nicht hinter dem Steuer sitzt? Bleibt ihr zu Hause, seid ihr unterwegs – oder sind ungewöhnliche Erlebnisse wie hier euer Ding? Wie entspannt ihr euch vom Fahreralltag? Erzählt es uns in den Kommentaren! Und noch mehr Freizeit-Tipps findet ihr hier.

Fotonachweis: © DSV

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Max

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