Faszination Race-Truck – Mit dem LKW über die Piste

von | 15. Aug. 2022

LKW können nur im Schneckenrennen aneinander vorbeischleichen? Von wegen! Es gibt auch die adrenalingeladene Variante – auf der Rennpiste!

Ja, klar: Auf der Autobahn wäre es eine richtig, richtig schlechte Idee, zu schnell mit dem LKW zu fahren. Darum geht es ja auch nicht im Lieferverkehr, sondern darum, dass die Ladung sicher und möglichst pünktlich an ihrem Zielort ankommt. Weder für die Ladung, noch für den restlichen Verkehr wäre es also empfehlenswert, das LKW-Tempo zu erhöhen. Das kostet ja auch Sprit!

Es gibt allerdings ein Setting, in dem das LKW-Gaspedal definitiv eher durchgedrückt wird. Und zwar im Bereich Truck-Racing.

Denkt man an Trucks, ist „Geschwindigkeit“ bestimmt nicht das erste, woran man denkt, sondern eher „Masse“. Professionelle Renn-LKW-Fahrer kombinieren aber beides, um eindrucksvolle Zeiten auf der Rennstrecke hinzulegen.

Truck-Racing ist in Europa dabei sogar noch ein vergleichsweise „junger“ Sport: Erst in den 1970er Jahren wurden erste offizielle Renn-Veranstaltungen mit dem Truck in Europa abgehalten. Damals gingen Fahrer sogar noch mit einigermaßen handelsüblichen Trucks an den Start.

Heute ist der Ansatz professionalisiert worden und es gibt richtige „Racetrucks“, die voll auf Motorsport ausgelegt sind. Das beste Beispiel dafür war gerade erst der ADAC Truck Grand Prix.

Die Veranstaltung auf dem Nürburgring hat zwar durchaus auch eine Art Festivalcharakter, mit Musik, Feuerwerk, und allem, was dazu gehört. Aber der Sport sollte dort nicht unterschätzt werden. Absolute Top-Fahrer gehen dort an den Start, um sich in aufregenden Rennen zu messen.

Beim Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring fahren die Trucks übrigens in der Regel mit einer Geschwindigkeit von ca. 160 km/h – bei dem Gewicht erfordert das auf jeden Fall eine professionelle Fahrer-Hand. Aber es geht tatsächlich noch schneller.

Was war der schnellste Truck bisher?  

Der aktuelle Weltrekord für den schnellsten LKW wurde nicht im Rahmen eines Rennens aufgestellt, sondern in einer eigens dafür angepassten Umgebung. Momentan heißt der Rekordhalter nämlich „Volvo Iron-Knight“.

Dieser abgefahrene Truck ist eine spezielle Anfertigung, der voll auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Unter anderem wiegt er „nur“ 4,5 Tonnen und kommt mit 2.400 PS daher. Auf 1.000 Meter fuhr er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 169 km/h, auf 500 Meter war es eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 131,29 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit lag zwischendurch allerdings bei ganzen 276 km / h! Eine Geschwindigkeit, die schon in „normalen“ Autos lächerlich hoch ist. Im Truck ist das nochmal eine ganz andere Nummer.

Den Rekord stellte damals der schwedische Fahrer Boije Ovebring auf – natürlich ein ehemaliger Truckracer, der sogar die Europameisterschaft gewinnen konnte.

Was haltet ihr von Truck-Racing? Würdet ihr da gern mal mitfahren, oder wär euch das zu krass? Erzählt es uns in den Kommentaren!

 

Fotonachweis: © ADAC Truck-Grand-Prix

Würdet ihr in einem Race-Truck mitfahren, wenn ihr die Gelegenheit hättet?

1 Kommentar

  1. Mitgefahren bin ich schon einmal in diesem Jahr.
    War echt begeistert!

    Antworten

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