Karnevalswagen

von | 24. Feb. 2020

Egal ob Fasching, Karneval oder Fastnacht, „Alaaf“ oder „Helau“: Wenn die „Fünfte Jahreszeit“ anbricht, steppt der Bär. Manchmal auch wortwörtlich – beispielsweise, wenn sich eine riesige Bärenskulptur auf einem Karnevalswagen wiederfindet.

Die fünfte Jahreszeit macht Eindruck

Bunt, laut, schrill, spaßig, irgendwie kurios – es gibt wohl kaum ein Adjektiv, das nicht auf den Karneval zutrifft. Außer vielleicht „langweilig“. Denn wie auch immer man zu den riesigen Umzügen steht, mit einem desinteressierten Achselzucken geht wohl kaum jemand an einem der großen Umzüge vorbei. Dafür sind sie viel zu eindrucksvoll.

Von lauter Musik und wilden Menschenmengen begleitet, bahnen sich Karnevalsumzüge den Weg durch die Hochburgen Köln, Düsseldorf, Aachen und Mainz, aber auch Berlin, Bremen oder Nürnberg. In viele Fällen ein wichtiger Teil der Umzüge: Festwagen. Die auffälligen Gefährte bieten oft das Herzstück eines Karnevalsumzugs und brennen sich lange Zeit ins Gedächtnis der Schaulustigen.

Was macht einen Festwagen aus?

Festwagen findet man natürlich nicht nur zu Karnevalsumzügen, sondern beispielsweise auch bei Paraden – oder eben Festen. Doch gerade zu Karneval rücken die Bauten in den Fokus. Ob sie nun, wie so oft, von politischer Satire geprägt sind oder ein anderes Thema farbenfroh zur Schau stellen – für gewöhnlich stehen sie den ebenso skurril verkleideten Karnevalsfans in nichts nach.

Dass ein solcher Wagen nicht irgendwo auf Reserve steht, ist klar. Die zum Leben erwachten Karikaturen von Wagenbauer Jacques Tilly etwa sind Unikate und können bis zu mehrere Wochen Arbeitszeit in Anspruch nehmen. Manchmal muss es allerdings schnell gehen, etwa weil ein brennendes politisches Thema noch kurzfristig auf den Wagen soll. Und dann klappt es im Notfall auch innerhalb von zwei Tagen, verriet Tilly einmal der „Zeit“. 

Auch der Karneval kommt nicht ohne Regeln aus

In der Karnevalszeit gelten keine Regeln, richtig? Falsch. Natürlich müssen sich auch die Festwagen an Regularien halten. So müssen etwa Wagen, die durch ihre Anbauten größer oder schwerer als normal werden, extra zum TÜV gebracht werden, bevor es auf den Umzug geht. Wenn Personen auf dem Wagen stehen, muss er beispielsweise eine rutschfeste Stehfläche aufweisen. Ein- und Ausstiege müssen den Vorschriften entsprechen und auch Haltegriffe gehören auf den Wagen. Stühle und Tische müssen fest montiert werden – kippeln ist also nicht erlaubt!

Dazu kommen Tempolimits in Höhe von 6 km/h für Wagen mit stehenden Personen und 25 km/h für sitzend Feiernde. Auch „bedenkliche Anbauten“ müssen sich an die Schrittgeschwindigkeit halten. Aber das ist vermutlich auch ganz gut so – wer will schon eine riesige Karikatur durch die Stadt rasen sehen?

Wie steht Ihr zum Karneval? Freut Ihr euch auf die Umzüge oder seid Ihr eher genervt von ihnen? 

Fotonachweis: © Adobe Stock: Pictures news / Björn Wylezich

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Mark

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