Wie eine Reise in die Zukunft – Ein Besuch auf der IAA Transportation

von | 3. Okt. 2022

Vom 20. bis 25. September 2022 fand die „IAA Transportation“ statt. Die Messe ist seit Jahren ein Klassiker unter den Veranstaltungen in Hannover und bietet ein Zuhause für alle Themen rund um Transport und Logistik. Wir haben uns dort für euch umgeschaut. 

Ein Messebesuch kann ganz schön faszinierend sein. Vollkommen geballt findet man jede Menge Facetten einer Branche auf einen Schlag, alles an einem Ort. Es fühlt sich an, wie eine Reise in eine ganz eigene Welt – und ein Stück weit in die Zukunft.

Wobei „geballt“ relativ ist, wenn man vom Hannoveraner Messegelände spricht. 392.453 qm Hallenfläche und 58.000 qm Freifläche bietet der Veranstaltungsort, wobei auf der IAA knapp die Hälfte der Hallen belegt war. Ihr könnt euch ausrechnen: Das waren trotzdem ganz schön weite Wege. Aber das passt ja zu Themen wie Fernfahren, LKW und Bus.

1.402 Aussteller waren in diesem Jahr auf der Messe vertreten. Rund zwei Drittel davon reisten als internationale Vertreter aus insgesamt 42 Ländern an, um ihre Stände zu präsentieren.

Die waren thematisch noch breiter gefächert als sonst, denn: Die ehemalige „IAA Nutzfahrzeuge“ heißt jetzt „IAA Transportation“, die Messe hat einen Wandel durchgemacht. Nun wurden neben den Themen Bus und LKW auch kleinere, ungewöhnliche Vehikel in den Vordergrund gestellt – von der Drohne bis zum Lastenrad, sozusagen.

Für uns begann die Reise allerdings dennoch mit einem kleinen Einblick in die Welt der Busse. In unserer ersten Halle stellten wir direkt fest: Das Thema alternative Treibstoffe bestimmte einen großen Teil der Ausstellungsstücke. Das ging bei elektrischen Antrieben los, hörte da aber lange nicht auf. Zahlreiche Modelle setzten auf Hybrid- und Wasserstoff-Lösungen.

Das hatte sich die IAA aber auch auf die Fahnen geschrieben: Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe standen Transportlösungen im Sinne der Nachhaltigkeit.

Das Schöne: Es fühlte sich an wie Zukunftsmusik zum Anfassen. In gefühlt jeden Bus konnte man einfach einsteigen und sich einen genauen Eindruck davon machen. Zahlreiche Hersteller wie DAF, MAN oder Mercedes ließen Besucher in die Kabinen ihrer Trucks reinschnuppern. Teilweise wurden auch große Fahrerhäuser quasi „aufgeschnitten“ hingestellt, sodass man einfach von einer kleinen Treppe aus genau in Augenschein nehmen konnte, wie eine geräumige Fahrer-Kabine aussehen könnte.

Was immer wieder auffiel: Gleich mehrere Nahverkehrs-Spezialfahrzeuge, wie etwa Müll-Transporter, wurden als potenziell interessant für elektrische Antriebe dargestellt. Gleichzeitig steigen aber auch die möglichen Kilometerzahlen bei elektrischen Langstrecken-Fahrzeugen.

Der große, blau-strahlende Stand von Iveco wirkte derweil fast wie ein Raumschiff aus der Zukunft, auf dem modernste Fahrzeuge präsentiert wurden. Es blinkte und leuchtete an allen Ecken und Enden der Halle.

Viele Fahrzeuge konnte man auch ausprobieren. Mehr als 60 Testfahrzeuge standen auf der IAA in der „Test Drive Area“ zur Verfügung. Im Laufe der Messe sollen knapp 7.500 Testfahrten durch Besucher durchgeführt worden sein (via IAA). Dazu gab es spannende Erlebnis-Bereiche, wie beispielsweise den „Cargo Bike Parcours“.

Neben dem Antrieb fielen auch die Themen „Autonomie“ und „Assistenzsysteme“ auf der Messe mit Präsenz auf. Besonders deutlich war dies in der „Last Mile Area“ zu sehen, einem Bereich in Halle 11, in dem sich alles um die letzten Meter bis zur Haustür von Paketkunden, zum Supermarkt und ähnlichem drehte.

Hier zeigte man unterschiedlichste Vehikel, die sich zum Teil ganz allein – wenn auch immer unter Aufsicht eines Profis – ihren Weg durch den Straßenverkehr bahnen können.

Dort fuhr beispielsweise ein kleiner Müllwagen durch die Gegend, der dafür genutzt werden könnte, selbstständig Abfälle einer Nachbarschaft zu sammeln und abzutransportieren. Ein anderes Thema waren automatische Paket-Wägen, die Zusteller unterstützen sollen, um der immer weiter steigenden Nachfrage nach Lieferungen gerecht zu werden. Lief man dem kleinen Kerl vor die Räder, blieb der prompt stehen und wählte einen anderen Weg. Ein Konzept, von dem man schon öfter gehört hat – doch die Messe bot die Gelegenheit, es auch aus erster Hand zu erleben. Da hätte auch der selbstfahrende Bus „emoin“ gut zu gepasst.

Die Themen waren vielfältig: Auf dem Freigelände konnte man sich in die Welt der Kräne stürzen. Dort fand am Wochenende auch die „World Crane Championship“ statt, um die besten Kranfahrer der Welt zu suchen. Continental war ebenfalls auf der Messe mit einem großen Stand vertreten und präsentierte dort unter anderem eine App für besseres Laderaum-Management.

Doch auch im Kleinen gab es spannende Innovationen zu beobachten – wie etwa ein neues Sitz-Konzept für Busse, das wir euch demnächst in einem weiteren Artikel nochmal genauer vorstellen wollen.

Wenn ihr euch für LKW- und Bus-Themen interessiert, solltet ihr euch die nächste IAA auf jeden Fall im Kalender vermerken – denn es ist wirklich spannend, neue Innovationen und Designs aus erster Hand zu sehen. Die kommende IAA Transportation in Hannover läuft vom  17. bis zum 22. September 2024.

Wart ihr in diesem Jahr dort? Was waren eure Lieblings-Themen? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Wo würdet ihr euch einordnen?

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